Wirtschaft
Die Zwischenbilanz bei Chevron leidet unter widrigen Witterungsverhältnissen zum Jahresstart: Ein nahezu entleerter Öltanker im Hafen von New York (Archivbild).
Die Zwischenbilanz bei Chevron leidet unter widrigen Witterungsverhältnissen zum Jahresstart: Ein nahezu entleerter Öltanker im Hafen von New York (Archivbild).(Foto: AP)

Gewinneinbruch: 27 Prozent: Chevron enttäuscht den Markt

Das Geschäft mit Rohöl lief schon besser: Der Rohstoffriese Chevron bekommt in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ungünstige Faktoren aus verschiedenen Richtungen zu spüren. Das Ergebnis liegt deutlich unter Vorjahresniveau.

Fallende Verkaufspreise und eine sinkende Produktion haben dem US-Rohstoffkonzern Chevron einen deutlichen Gewinnrückgang beschert. Der Überschuss sei im abgelaufenen Quartal um mehr als ein Viertel auf 4,51 Milliarden Dollar (rund 3,2 Milliarden Euro) gesunken, teilte Chevron am Konzernsitz in San Ramon im US-Bundesstaat Kalifornien mit.

Chevron gilt unter den US-Rohstoffgiganten als Nummer zwei der Branche hinter Exxon Mobil. Mit dem Gewinneinbruch um 27 Prozent verfehlte Chevron ganz klar die Markterwartungen. Insgesamt bestätigt die Zwischenbilanz jedoch einen Trend, der die gesamte Branche im Auftaktquartal zu treffen scheint. Zuvor hatten bereits Exxon Mobil ebenso wie die europäischen Rivalen Shell und Total aus ähnlichen Gründen Gewinneinbußen vermelden müssen. Zum Teil bemühen sich die Konzerne nun, mit der Ankündigung weiterer Einsparungen gegenzusteuern.

Starkes Standbein: Kasachstan

Bei Chevron wirkten sich saisonale Sondereffekte negativ auf die Angebotsseite aus: Für die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2 Prozent niedrigere Produktion machte der US-Konzern das schlechte Wetter in Kasachstan verantwortlich. In der einstigen Sowjetrepublik sind die US-Amerikaner besonders stark vertreten. Unter dem Eindruck des strengen Winters in den USA ging die Produktion auch im Heimatmarkt deutlich zurück, was sich negativ auf den Umsatz auswirkte. Dieser sank um 5,5 Prozent auf 51 Milliarden Dollar.

Am Markt sieht sich Chevron zudem mit - aus Konzernsicht - ebenfalls ungünstigen Bewegungen konfrontiert: Der durchschnittliche Preis für Rohöl lag im ersten Quartal unter dem Vorjahreswert. An der Börse nahmen Beobachter den Zwischenbericht verhalten auf: Im New Yorker Aktienhandel gaben die Chevron-Titel vor Börsenstart gut 1 Prozent nach. Im frühen Handel reagierten Anleger dann mit leichten Zukäufen.

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Quelle: n-tv.de

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