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Lokale Währungen werden seit dem Ende der weltweiten Finanzkrise 2008/09 verstärkt für die Abrechnung von Handelsgeschäften genutzt
Lokale Währungen werden seit dem Ende der weltweiten Finanzkrise 2008/09 verstärkt für die Abrechnung von Handelsgeschäften genutzt(Foto: picture alliance / dpa)

Währungsallianz mit Südkorea: China bekämpft den Dollar

Exportweltmeister China ist der wichtigste Markt für Südkorea, dass dank Weltkonzernen wie Samsung oder Hyundai inzwischen der siebtgrößte Exporteur der Welt ist. Etwa ein Viertel der Ausfuhren gehen ins Reich der Mitte. Dennoch werden im bilateralen Handel nur etwa drei Prozent der Rechnungen in den Landeswährungen Yuan oder Won beglichen. Das soll sich jetzt ändern.

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China und Südkorea verschärfen ihren Kampf gegen den Dollar und schmieden eine Allianz. Für den bilateralen Handel wollen sie künftig verstärkt auf ihre Währungen Yuan und Won zurückgreifen. Dazu soll ein bereits beschlossener Währungstausch von umgerechnet rund 45 Mrd. Euro genutzt werden, teilten Finanzministerium und Zentralbank mit. Das Geld soll noch in diesem Monat an die Banken fließen. Diese wiederum stellen es Handelsfirmen zur Verfügung, damit diese ihre Rechnungen in den beiden Währungen begleichen können. Die deutsche Wirtschaft spricht von einer Herausforderung.

"Lokale Währungen we rden seit dem Ende der weltweiten Finanzkrise 2008/09 verstärkt für die Abrechnung von Handelsgeschäften genutzt", sagte Euon Ho Sung von der Bank of Korea zu Reportern. "Wir beabsichtigen, ähnliche Vereinbarungen mit anderen Ländern zu treffen." Der Vereinbarung gingen zweijährige Verhandlungen voraus. Mit den Bemühungen Südkoreas, die starken Wechselkursschwankungen des Won einzudämmen, habe dies nichts zu tun.

Yuan hat Aufholpotenzial

Die deutschen Unternehmen rechnen bislang 67 Prozent ihrer Exporte außerhalb der EU in Euro, zu 24 Prozent in Dollar und nur zu 9 Prozent in anderen Währungen ab. Sollten künftig verstärkt Yuan, Won und andere Währungen ins Spiel kommen, werde es komplizierter, fürchtete der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Für Unternehmen, die mit China und Korea Geschäfte machen, ist das sicher eine Herausforderung", sagte DIHK-Außenhandelsexperte Ilja Nothnagel. "Allerdings sind sie es auch gewohnt, mit Wechselkursschwankungen zurechtzukommen." Die Zusammenarbeit von China und Korea sei Zeichen einer stärkeren Integration in Südostasien. "Das kann stabilisierend wirken auf die Region, wovon letztlich auch unsere Unternehmen profitieren würden."

Exportweltmeister China ist der wichtigste Markt für Südkorea, dass dank Weltkonzernen wie Samsung oder Hyundai inzwischen der siebtgrößte Exporteur der Welt ist. Etwa ein Viertel der Ausfuhren gehen in die Volksrepublik. Dennoch werden im bilateralen Handel nur etwa drei Prozent der Rechnungen in Yuan oder Won beglichen. Der größte Teil wird in US-Dollar abgerechnet, der wichtigsten Währung der Welt. In der Statistik der am meisten genutzten Währungen kommt der chinesische Yuan nur auf Platz 16, obwohl die Volksrepublik die zweitgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA und Exportweltmeister ist.

Ein Grund dafür ist, dass der Yuan nicht völlig frei handelbar ist. Die Regierung in Peking lässt ihre Währung nur in einer engen Bandbreite um den Dollar schwanken. Allerdings will sie den Yuan - der auch als Renmimbi bekannt ist - schrittweise zu einer voll konvertierbaren Währung umbauen.

In den ersten neun Monaten 2012 wurden im Handel Rechnungen von umgerechnet etwa 246 Mrd. Euro in Yuan beglichen, geht aus Daten der Zentralbank hervor. Das entspricht etwa 11,4 Prozent des gesamten Volumens - mit steigender Tendenz: Im September waren es bereits mehr als 134 Prozent. China öffnet auch schrittweise seinen Aktien- und Anleihenmarkt für Yuan-Besitzer in Übersee.

Quelle: n-tv.de

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