Wirtschaft
China hat den deutschen Übernahmeschutz für strategisch wichtige Firmen durch Auslandsunternehmen kritisiert.
China hat den deutschen Übernahmeschutz für strategisch wichtige Firmen durch Auslandsunternehmen kritisiert.(Foto: REUTERS)
Freitag, 14. Juli 2017

Erschwerte Einkaufstour: China moniert deutschen Übernahmeschutz

Um deutsche Firmen und deren Fachwissen vor dem Ausverkauf durch Auslandsfirmen zu bewahren, beschließt die Bundesregierung ein gesetzliches Vetorecht. Das gefällt China überhaupt nicht.

Der von der Bundesregierung verstärkte Schutz deutscher Unternehmen vor Übernahmen aus dem Ausland stößt in China auf Kritik. "Wir sind besorgt über die entsprechenden Schritte in Deutschland und Europa", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking.

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Die Handels- und Geschäftsverbindungen der Volksrepublik mit Deutschland und der Europäischen Union hätten allen Seiten einen Gewinn gebracht und das Wirtschaftswachstum angekurbelt. China hoffe, dass Deutschland und die EU protektionistische Tendenzen vermeiden und keine "verworrene, negative" Botschaft an die Welt sende.

Das Kabinett hatte am Mittwoch eine Regierungsverordnung verabschiedet, mit der einer Abwanderung wichtigen Know-hows in Staaten außerhalb der EU leichter ein Riegel vorgeschoben werden soll. Mit dem Vetorecht wird vor allem auf kritische Infrastruktur abgezielt - von Krankenhäusern bis zu Stromnetzen und Cloud-Computing-Diensten. Deren Betreiber sollen gegebenenfalls besser vor dem Einstieg von Investoren von außerhalb der EU geschützt werden, ebenso die Hersteller der zum Betrieb notwendigen Software.

Die Verordnung ist eine Reaktion auf die Übernahme des Roboter- und Anlagenbauers Kuka durch den chinesischen Haushaltsgeräte-Hersteller Midea. Im Dezember hatte ein Investor aus China den Kauf des Chipanlagenbauers Aixtron abgeblasen, nachdem die Regierung in Washington die Übernahme des US-Geschäfts des Aachener Unternehmens wegen Sicherheitsbedenken blockiert hatte. Die Bundesregierung strebt eine Änderung der europäischen Übernahmeregeln an. Dazu wurde mit Italien und Frankreich eine entsprechende Initiative gestartet.

Quelle: n-tv.de

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