Wohin mit den Devisenreserven?China steigt bei Munich Re ein
Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat einen neuen Großaktionär. Die Investorentochter SAFE der chinesischen Zentralbank erwirbt mehr als drei Prozent an dem Dax-Unternehmen.
Auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten für seine enormen Devisenreserven ist die chinesische Zentralbank beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re fündig geworden. Wie das Dax-Unternehmen mitteilte, hält die Investorentochter SAFE der People's Bank of China nun 3,04 Prozent an dem Rückversicherer. Gemessen am aktuellen Kurs vom Donnerstag kaufte sie damit bisher Aktien im Wert von insgesamt rund 472 Millionen Euro.
Die chinesische Zentralbank ist der erste asiatische Investor, der die meldepflichtige Grenze bei Munich Re überschritten hat. Sie nahm sich ein Beispiel an der US-Investorenlegende Warren Buffett. Mit mehr als zehn Prozent ist er derzeit der größte Einzelaktionär bei Munich Re.
China hatte seine Exportüberschüsse in der Vergangenheit häufig in Staatsanleihen in den USA investiert. Auch in einigen klammen europäischen Ländern ist das Land engagiert.