Wirtschaft

"Globale Wirtschaftserholung in Gefahr": China will Lokomotive bleiben

Nicht nur der weltweite Konjunkturmotor stottert, auch China sieht dunkle Wolken heraufziehen. Dennoch erwartet man in der Volksrepublik auch 2012 ein kräftiges Wachstum. Der Wechselkurs des Yuan soll weiter "grundsätzlich stabil" gehalten werden.

Auch die Chinesen hängen etwas durch.
Auch die Chinesen hängen etwas durch.(Foto: AP)

Die chinesische Führung macht sich Sorgen um die globale Konjunktur. "Nächstes Jahr ist der Ausblick für die gesamte Weltwirtschaft düster", hieß es in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua verbreiteten Stellungnahme nach Abschluss der Jahreswirtschaftskonferenz. "Zunehmende Unsicherheiten bedrohen die Erholung." Trotz der widrigen Umstände will die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auch im kommenden Jahr kräftig wachsen.

Größere Veränderungen in der Wirtschaftspolitik plant die Volksrepublik aber nicht. Mit der Kontrolle des überhitzten Immobilienmarktes, dem Kampf gegen Inflation und der Förderung der heimischen Nachfrage solle Stabilität gewahrt werden, hieß es in der Erklärung weiter.

Das dreitägige Treffen unter Vorsitz von Staats- und KP-Chef Hu Jintao legt traditionell den wirtschaftspolitischen Kurs für das neue Jahr fest. Es ist die letzte große Wirtschaftskonferenz vor dem im nächsten Jahr geplanten Generationswechsel an der Spitze der Kommunistischen Partei.

Weniger als 9 Prozent Wachstum

Das Treffen, an dem auch führende Mitglieder des Zentralkomitees der KP Chinas teilnahmen, endete ohne große Überraschungen. Eine geplante Lockerung der Geldpolitik war nicht erkennbar. In der Erklärung wurde allgemein eine weitere Vertiefung der marktwirtschaftlichen Reformen versprochen. Chinesische Experten rechnen im nächsten Jahr mit einem Rückgang des Wachstums der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt von voraussichtlich 9,2 Prozent in diesem Jahr auf 8,5 Prozent.

Zum Abschluss der Tagung hieß es auch, der Wechselkurs der chinesischen Währung solle im nächsten Jahr weiter "grundsätzlich stabil" gehalten werden. Die USA machen Druck, den Yuan aufzuwerten. Aus ihrer Sicht ist die chinesische Währung künstlich unterbewertet, was Chinas Exporten unfaire Handelsvorteile verschaffe.

Quelle: n-tv.de

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