Wirtschaft
Autoverkehr in der Hauptstadt Peking.
Autoverkehr in der Hauptstadt Peking.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Trotz Konjunkturproblemen: Chinas Ölverbrauch steigt dennoch

Obwohl Chinas Wirtschaftswachstum 2015 "nur" 6,9 Prozent beträgt, ist der Öldurst im Reich der Mitte nach wie vor groß. Die Pekinger Regierung hat eine kräftige Aktie daran. Chinas Nachfrage wirkt derzeit stützend auf die Ölpreise.

In China ist die Nachfrage nach Öl trotz des schwächeren Wirtschaftswachstums im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert geklettert. Vor allem der gestiegene Benzin- und Kerosinverbrauch ließ den Öl-Bedarf um 2,5 Prozent auf 10,32 Millionen Barrel pro Tag steigen, wie aus vorläufigen amtlichen Statistiken hervorgeht.

Dagegen sank 2015 die Nachfrage der zweitgrößten Volkswirtschaft nach anderen Rohstoffen wie Kohle und Stahl. Beim Öl-Verbrauch rechnen Experten in diesem Jahr angesichts der anhaltenden Konjunkturabkühlung überwiegend mit einem geringeren Anstieg. Mit 6,9 Prozent fiel das Wirtschaftswachstum in China 2015 so niedrig aus wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

In der zweiten Jahreshälfte hatte die Pekinger Regierung die Auto-Verkäufe durch Steuererleichterungen angekurbelt. Die steigende Zahl an Fahrzeugen auf den Straßen trieb auch den Benzinbedarf. Im laufenden Jahr rechnet der Branchenverband mit einem erneuten Anstieg des Autoabsatzes. Allerdings wird erwartet, dass die chinesische Wirtschaft 2016 weiter an Schwung verliert.

Die starke Öl-Nachfrage in China gehörte bisher zu den wenigen Faktoren, die noch den Ölpreis gestützt haben. Er hat seit Mitte 2014 mehr als 70 Prozent eingebüßt. Hintergrund ist ein Überangebot bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage angesichts mauer Konjunkturaussichten.

Quelle: n-tv.de

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