Wirtschaft

Problem Geburtenrückgang: Chinas Wachstum wird geschwächt

Drei Jahrzehnte lang hat China die Ein-Kind-Ehe propagiert. Nun verzeichnet die Volksrepublik einen Rückgang der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter. Die Pekinger Führung ändert nun ihren Kurs. Aus sozialen Gründen werden dennoch nicht mehr Kinder geboren.

Demografische Krise in China.
Demografische Krise in China.(Foto: REUTERS)

Ein Geburtenrückgang in China könnte Experten zufolge das Wirtschaftswachstum der größten Volkswirtschaft Asiens beeinträchtigen. Staatliche Medien berichteten, nach Lockerung der Ein-Kind-Politik vor einem Jahr hätten sich weniger Paare um die Genehmigung für ein zweites Kind bemüht als ursprünglich erwartet.

Grund dafür sei, dass Familien besorgt seien, dass ihr Geld nicht für die Erziehung eines weiteren Kindes ausreiche, zitierte die Zeitung "China Youth Daily" einen Demografie-Experten. Wissenschaftler hatten bereits zuvor gewarnt, dass die Abkehr von der Ein-Kind-Politik zu spät gekommen und unzureichend sei, um eine demografische Krise aufzuhalten. Im Jahr 2012 war erstmals seit mehreren Jahrzehnten die Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter zurückgegangen.

China ist mit rund 1,34 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde. Auf Platz zwei liegt Indien mit rund 1,25 Milliarden Menschen. Dort ist die Geburtenrate deutlich höher als in China. Die Einführung der Ein-Kind-Politik vor mehr als drei Jahrzehnten hat nach amtlichen Schätzungen zu rund 400 Millionen weniger Geburten geführt.

Ende 2013 verkündete die Führung in Peking eine Abkehr von den Regelungen, um die Alterung der Bevölkerung zu bremsen. Wie die staatlichen Medien berichteten, wollten etwa in Peking lediglich 30.000 Familien ein zweites Kind bekommen. Gerechnet worden sei hingegen mit knapp 55.000 zusätzlichen Geburten.

Quelle: n-tv.de

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