Wirtschaft

Wachstum im Reich der Mitte: Chinas Wirtschaft erstarkt

Chinas Industrie ist weiter auf Erholungskurs. Damit mehren sich die Signale, dass sich die Wirtschaft der Volksrepublik von ihrem Rücksetzer im dritten Quartal erholt hat.

Rauchende Schornsteine und ein Kühlturm an einem trüben Tag in Wuhan.
Rauchende Schornsteine und ein Kühlturm an einem trüben Tag in Wuhan.(Foto: REUTERS)

Die chinesische Wirtschaft zeigt frische Zeichen der Stärke. Der viel beachtete HSBC-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe kletterte im Dezember auf 50,9 Punkte und damit den höchsten Stand seit 14 Monaten. Werte über 50 Punkte zeigen ein Wachstum an, Zahlen darunter deuten auf eine Schrumpfung. Im November hatte der Index bei 50,5 Zähler notiert.

Mit dem aktuellen Einkaufsmanagerindex setzt sich die jüngste Reihe von Wirtschaftsdaten fort, die darauf weisen, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf einem guten Weg ist. "Damit hat sich bestätigt, dass die Erholung der chinesischen Wirtschaft an Kraft gewinnt", sagte Qu Hongbin, HSBC-Chefökonom für China. "Der Haupttreiber ist die Binnenwirtschaft." An der Börse in Shanghai sorgte die Nachricht für kräftig steigende Kurse.

Die Daten deuten auf ein starkes Wachstum im vierten Quartal. Nomura-Volkswirt Zhang Zhiwei sagte, die Indexdaten hätten seine Einschätzung bestärkt, dass die chinesische Wirtschaft vor einer starken Erholung stehe. Im vierten Quartal dürfte das Wachstum über 8 Prozent betragen.

Die chinesische Regierung zielt für das Gesamtjahr auf ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent. Im dritten Quartal erlitt die Wirtschaft eine Schwächephase und verzeichnete einen Zuwachs um 7,4 Prozent – das war geringste Tempo seit dem ersten Quartal 2009.

Der Einkaufsmanagerindex ist ein viel beachtetes Konjunkturbarometer für die gesamtwirtschaftliche Lage. Für den Index werden Manager, die für ihre Unternehmen im Einkauf tätig sind, zur aktuellen Geschäftslage ihrer Betriebe befragt. Dabei werden wichtige Kenngrößen wie Auftragslage, Produktion, Exportaufträge, Beschäftigung und Einkaufspreise erhoben.

Im Gegensatz zu China hat sich die Stimmung in Japans Wirtschaft verschlechtert. Das Vertrauen in die Perspektiven von Asiens zweitstärkster Volkswirtschaft ließ in den drei Monaten bis Dezember deutlich Federn, wie aus dem Konjunkturbericht (Tankan) der japanischen Notenbank hervorging. Der Index für die Stimmung von Großunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes fiel noch schlechter aus als von Experten erwartet.

Quelle: n-tv.de

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