Wirtschaft
Der Hafen von Piräus.
Der Hafen von Piräus.(Foto: picture alliance / dpa)

Geld für klamme Griechen: Chinesen übernehmen Hafen von Piräus

In Griechenland geht es mit der Privatisierung von Unternehmen langsam voran. Die chinesische Reederei Cosco hat nun die Mehrheit am Hafen von Piräus. Der Konzern sagt auch Investitionen zu.

Der chinesische Reederei-Konzern Cosco übernimmt die Mehrheit des Hafens im griechischen Piräus. Das wirtschaftlich stark angeschlagene Griechenland erhält für den Anteil von 67 Prozent nach Angaben des Privatisierungsfonds Taiped 368,5 Millionen Euro.

Zudem verpflichte sich Cosco zu Investitionen von 350 Millionen Euro im Hafen von Piräus. Damit ist eine weitere Privatisierung unter Dach und Dach. Zu den Interessenten zählten neben Cosco der niederländische Hafenbetreiber APM sowie die International Container Terminal Services mit Sitz auf den Philippinen.

Fortschritte bei Privatisierungen waren eine wichtige Bedingung für das dritte Hilfspaket im Volumen von 86 Milliarden Euro, das die Regierung in Athen mit den Euro-Partnern ausgehandelt hat. Bislang haben die Privatisierungen Einnahmen von lediglich 3,5 Milliarden Euro gebracht. Anvisiert sind 50 Milliarden Euro.

Nach langem Ringen hatte der Flughafenbetreiber Fraport Mitte Dezember die Verträge zum Betrieb von 14 Regionalflughäfen in Griechenland unterzeichnet. Zusammen mit dem griechischen Partner Copelouzos soll der deutsche Konzern die Flughäfen 40 Jahre lang betreiben. Es ist die erste größere Privatisierung des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

Quelle: n-tv.de

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