Wirtschaft
Wie neugeboren.
Wie neugeboren.(Foto: REUTERS)

Mitten in der Auto-Krise: Chrysler feiert Comeback

Der vor drei Jahren vor der Pleite gerettete US-Autobauer Chrysler setzt seine Wiederauferstehung fort. Im dritten Quartal steigt der Nettogewinn des inzwischen mehrheitlich zum italienischen Fiat-Konzern gehörenden Unternehmens um 80 Prozent.

Während Fiat unter schrumpfenden Verkäufen in Europa leidet, floriert das Geschäft der US-Tochter Chrysler im dritten Quartal. Dank der Kauflust der Amerikaner konnte Chrysler seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 15,5 Mrd. Dollar steigern (12,0 Mrd Euro). Der Gewinn kletterte im Jahresvergleich um 80 Prozent auf 381 Mio. Dollar.

Die Verkäufe stiegen um 12 Prozent auf 556.000 Fahrzeuge. Der Marktanteil lag nach Firmenangaben bei 11,3 Prozent, etwas mehr als in den drei Monaten zuvor. Damit setzt Chrysler seinen Erfolgskurs fort. Der US-Hersteller hatte bereits im Vorquartal seinem italienischen Mutterkonzern die Bilanz gerettet. Fiat legt an diesem Dienstag seine Geschäftszahlen vor.

Chrysler hatte während der Wirtschaftskrise 2009 nur dank Staatshilfe überlebt. Fiat half mit technischem Know-How aus und hält mittlerweile die Mehrheit am Unternehmen. Neue Modelle wie der Jeep Grand Cherokee, die große Limousine Chrysler 300 oder der Kompaktwagen Dodge Dart fanden zuletzt viele Fans. Auch die Pick-up-Trucks von Ram gehören zu Chrysler.

Konzernchef Sergio Marchionne bestätigte die Chrysler-Prognose fürs Gesamtjahr: Der Ford- und GM-Rivale will 2,3 bis 2,4 Mio. Wagen ausliefern und damit einen Umsatz von rund 65 Mrd. Dollar erwirtschaften. Das wäre ein Zuwachs von 18 Prozent zum Vorjahr. Der Gewinn soll sich auf unterm Strich 1,5 Mrd. Dollar mehr als verachtfachen.

Quelle: n-tv.de

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