Wirtschaft
(Foto: imago/STPP)

Die "Crash-Uhr" tickt: Citi-Analysten verbreiten schlechte Laune

Wie geht es wirtschaftlich weiter? Glaubt man den Analysten einer US-amerikanischen Großbank, sieht es derzeit unerfreulich aus. Die gute Nachricht: Den US-Amerikanern geht es schlechter als den Europäern. Die schlechte: Das wird nicht so bleiben.

Die Analysten der US-Großbank Citi blicken – vorsichtig ausgedrückt – sehr pessimistisch in die Zukunft. Die Bank veröffentlichte ein Diagramm, das einer Uhr ähnelt und zeigt, an welchem Punkt des ökonomischen Kreislaufs sich die USA und die Eurozone derzeit befinden. Und diese vom "Business Insider" veröffentlichte Einschätzung ist durchaus besorgniserregend. Denn demnach ist es Viertel vor zwölf.

Den Analysten zufolge steht die US-Wirtschaft kurz vor der vierten und letzten Phase, in der sowohl Kredit- als auch Aktienmarkt einen Abwärtstrend erreichen - mit unerfreulichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Die Wirtschaft der Eurozone ist demnach noch nicht ganz so weit, nähert sich dieser Phase weiter an.

Wie sehen die Phasen aus? Die erste Phase beginnt nach dem Ende einer Rezession. Die Zinsen sind gesunken, das Geld ist billig. Die Aktienkurse haben sich von den Verlusten innerhalb der Rezession noch nicht erholt. Die zweite Phase ist von kräftigen Kursgewinnen an der Börse gekennzeichnet. Günstige Kredite stimulieren die Wirtschaft.

In der dritten Phase legen die Aktien weiterhin zu. Doch es wird für Unternehmen teurer, an Kredite zu kommen, da Investoren zurückhaltender werden. In dieses Bild passt, dass die US-Notenbank jüngst den Leitzins angehoben und damit das Ende der Zeit des billigen Geldes eingeleitet hat.

Die vierte Phase ist erreicht, wenn die Aktien aufgrund der zögerlichen Kreditvergabe an Wert verlieren. "Das ist der klassische Bärenmarkt", zitiert der "Business Insider" den Citi-Analysten Rob Buckland. "Dieser wird in der Regel mit einbrechenden Unternehmensgewinnen und sich verschlechternden Bilanzen in Verbindung gebracht." Mit anderen Worten: Das erinnert an eine Rezession.

Quelle: n-tv.de

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