Donnerstag, 19. November 2009
Weiterer Personalabbau: Clariant schließt Werke
Der Schweizer Chemiekonzern will in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Mexiko Werke ganz oder teilweise schließen und weitere 570 Stellen abbauen.
Anfang November hatte der Konzern bereits Werksschließungen sowie einen weiteren Personalabbau in Aussicht gestellt.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Mit den Arbeitnehmervertretungen und den zuständigen Behörden seien Gespräche aufgenommen worden, teilte Clariant weiter mit.
Der ganze Prozess der Schließungen und Produktionsverlagerungen soll zwischen 2011 und 2013 abgeschlossen sein. Die anfallenden Kosten von 150 Mio. Franken (100 Mio. Euro) sollen in den Abschlüssen für 2009 und 2010 gebucht werden.
Clariant hatte im dritten Quartal nach einer längeren Durststrecke überraschend einen Reingewinn von 25 Mio. Franken verzeichnet. Anfang November hatte der Konzern aber auch bereits Werksschließungen sowie einen weiteren gravierenden Personalabbau in Aussicht gestellt.
Anfang Oktober hatte Clariant die Streichung von 800 Stellen angekündigt. Davor waren bereits Pläne für den Abbau von 1850 Stellen bekanntgeworden. Alles in allem solle die Zahl der Mitarbeiter dieses Jahr auf unter 18.000 sinken, hieß es damals.
Clariant erzielt rund 40 Prozent des Umsatzes in Europa, wo aber mehr als 50 Prozent der Kosten anfallen. Mit 4700 Mitarbeitern ist Deutschland der größte Länderstandort des Konzerns, in den bei der Gründung vor rund 15 Jahren auch die Spezialchemiesparte des damaligen Hoechst-Konzerns eingebracht wurde.
Im zweiten Quartal schrieb Clariant bei einem um 24 Prozent rückläufigen Umsatz von 1,61 Mrd. Franken einen Verlust von 61 Mio. Franken.
rts
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