Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Hunderte Stellen sind bedroht: Coba dämmt Kosten ein

Vor der Commerzbank liegt noch ein steiniger Weg hin zur Gesundung. Um Kostensteigerungen zu vermeiden, plant das Dax-Unternehmen angeblich den Abbau von mehr als 1000 Stellen. Davon betroffen soll das Privatkundengeschäft sein. Die Bank bemüht sich um eine Steigerung ihrer Ertragskraft.

Die will am 8. November ihren neuen Strategieplan vorlegen. Kernpunkt dürfte nach "Spiegel"-Angaben die Vermeidung von Kostensteigerungen bis 2016 sein. Das Nachrichtenmagazin nennt Expertenschätzungen, wonach sich aus diesem Umstand Einsparungen von rund 1 Milliarden Euro über die nächsten Jahre ergeben.

Dieser Prognose liege die Annahme zugrunde, dass die Kosten im Allgemeinen zwischen 3 und 5 Prozent pro Jahr steigen werden. Ein Commerzbank-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Seit September sickern immer mehr Details über die Absichten der Bank an die Öffentlichkeit. So verlautete aus Unternehmenskreisen, dass die Commerzbank zur Verbesserung der Ertragskraft die Streichung von 1000 bis 1800 Stellen im Privatkundengeschäft prüfe.

Seit geraumer Zeit ist das arg gebeutelte Dax-Unternehmen bemüht, seine Altlasten abzubauen. Die interne "Bad Bank", die zuletzt auf 160 Milliarden Euro angeschwollen ist und fast ein Drittel der Bilanzsumme ausmacht, werde ihren Bestand an aussortierten Wertpapieren und Krediten in den nächsten Jahren möglichst zügig herunterfahren, hieß es in Finanzkreisen. Bis 2016 solle das Volumen auf bis zu 80 Milliarden Euro sinken.

Die Altlasten binden Eigenkapital und sind abschreibungsgefährdet. Ein Abbau würde somit die Kapitalquoten verbessern und das Institut krisenfester machen.

Quelle: n-tv.de

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