Wirtschaft

Boni-Streit vor Londoner GerichtCoba erleidet Schlappe

30.05.2012, 17:20 Uhr
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(Foto: dapd)

Die Commerzbank muss Boni von rund 52 Millionen Euro an ihre Investmentbanker nachzahlen. Ein Londoner Gericht lässt dazu keine Berufung zu. Die Bank erwägt nun einen Gang in die nächste Instanz.

Die Commerzbank hat im Streit über Millionen-Boni während der Finanzkrise einen weiteren Rückschlag erlitten. Ein Londoner Gericht, das die Bank Anfang Mai zur Nachzahlung von Prämien von rund 52 Millionen Euro an ihre Investmentbanker verdonnert hatte, lehnte eine Berufung gegen das Urteil ab.

Deutschlands zweitgrößte Privatbank prüft nun, in die nächste Instanz zu gehen. "Die Commerzbank behält sich nun vor, direkt beim Berufungsgericht einen Antrag auf die Zulassung der Berufung einzureichen", erklärte das Geldhaus. Dafür habe das Institut bis zum 20. Juni Zeit.

Commerzbank-Chef Martin Blessing hatte die Boni Ende 2008 radikal zusammengestrichen, als die neu erworbene Tochter Dresdner Kleinwort Milliarden-Verluste schrieb. 104 Investmentbanker der Bank in London hatten dagegen geklagt. Ihnen war die Prämie in Aussicht gestellt worden, damit sie der Dresdner Bank im Zuge des Verkaufs von der Allianz an die Commerzbank die Treue halten.

Quelle: ntv.de, rts