Dienstag, 21. Juli 2009
Sparsamkeit hilft: Coca Cola sprudelt weiter
Der weltgrößte Erfrischungsgetränke- Hersteller Coca-Cola hat trotz sinkender Umsätze im zweiten Quartal mehr verdient. Dem US-Konzern halfen dabei starke Einsparungen und Einmaleffekte. Die Wirtschaftskrise drückte in Europa und auf dem US- Heimatmarkt das Getränkegeschäft zuletzt nach unten. Dagegen wuchs es etwa in Indien und China erneut deutlich.
Der Überschuss kletterte in dem Zeitraum stärker als von Experten erwartet um 43 Prozent auf 2,0 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro), wie Coca-Cola mitteilte. Im Vorjahr hatten allerdings hohe Einmalbelastungen den Gewinn verringert.
Der Umsatz schrumpfte auch durch Währungseffekte um neun Prozent auf knapp 8,3 Mrd. Dollar. Der wieder stärkere Dollar lässt Einnahmen etwa in Europa bei der Umrechnung niedriger ausfallen. Der Konzern sei bei seinen bis 2011 geplanten Einsparungen von 500 Mio. Dollar pro Jahr im Zeitplan, sagte der türkischstämmige Konzernchef Muhtar Kent.
In Deutschland gab es zuletzt Proteste gegen geplante Einschnitte. Coca-Cola hat hier 11.500 Beschäftigte an 70 Standorten. Die Produktion läuft über 27 Abfüllanlagen. Die deutsche Gesellschaft will die Abfüllungen in Kaiserslautern und Münster schließen, um Überkapazitäten abzubauen. Die Mitarbeiter sollen an anderen Orten beschäftigt werden. Dazu laufen Verhandlungen mit den Betriebsräten.
Coca-Colas Rivale PepsiCo legt seine Zahlen an diesem Mittwoch vor. Pepsi versucht gerade in einem Strategieschwenk, das in den USA getrennt vom Konzern geführte Abfüllgeschäft wieder unter seine Kontrolle zu bekommen. Coca-Cola will dies bislang aber nicht tun.
sla/dpa
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