Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Weiterhin keine Dividende: Commerzbank baut kräftig um

Die Commerzbank will nicht nur sparen, sie legt auch einen Wachstumsplan bis 2016 auf. Zwei Milliarden Euro will das Dax-Unternehmen investieren, um die Ertragskraft in den Kernbanksegmenten zu steigern. Für die Aktionäre wird es auch in diesem und im kommenden Jahr keine Dividende geben.

Die Commerzbank steht in den kommenden Jahren vor einem radikalen Konzernumbau. Die immer noch teilverstaatlichte Bank will bis 2016 mehr als zwei Milliarden Euro ausgeben, "um ihr Geschäftsmodell in den kommenden Jahren an die veränderten Rahmenbedingungen in der Finanzbranche" anzupassen.

Wie viele Stellen der Umbau kosten wird, gab das Institut in der Pflichtmitteilung nicht bekannt. In den Medien reißen die Spekulationen darüber nicht ab. Zuletzt berichtete die "Zeit" unter Berufung auf "Kenner", dass sogar 5000 bis 6000 Jobs auf dem Spiel stünden, rund 10 Prozent der derzeit 56.000 Beschäftigten. Zuvor war lediglich über den Abbau von 1000 bis 1800 Stellen im Privatkundengeschäft spekuliert worden, in dem die Bank mit Gewinnrückgängen zu kämpfen hat.

Das Sorgenkind macht allein die Hälfte der von der Commerzbank genannten Umbaukosten aus: "Insbesondere das Privatkundengeschäft wird strategisch neu ausgerichtet. Hier wird die Commerzbank bis 2016 etwa 1,0 Milliarden Euro investieren", heißt es in der Mitteilung.

Derweil werden die Aktionäre auch für 2012 und 2013 eine Gewinnausschüttung abschreiben müssen. "Die Ausschüttung von Dividenden für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich."

Den "Zeit"-Bericht wollte die Commerzbank nicht kommentieren. Am Donnerstag stellt die Bank in Frankfurt neben der Präsentation der Zahlen für das dritte Quartal auch ihre neue Strategie vor.

Die Commerzbank wird mit einem Anteil von 25 Prozent plus einer Aktie staatlich kontrolliert. Das Institut war in der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise massiv in Bedrängnis geraten und deswegen teilverstaatlicht worden. Der Branchenprimus Deutsche Bank hatte im Sommer den Abbau von 1900 Stellen angekündigt. Diese sollen vorwiegend im Investmentbanking gestrichen werden.

Quelle: n-tv.de

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