Wirtschaft
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Verstoß gegen Sanktionen: Commerzbank steuert auf satte Strafe zu

Im Fall der Commerzbank verdichten sich die Informationen zur Höhe des Bußgeldes durch die US-Behörden. Und offenbar liegt es oberhalb der Befürchtungen am Markt. Eine Einigung ist zwar wohl noch nicht erzielt - doch es könnte schnell gehen.

Die Commerzbank dürfte im Streit um Geldwäschevorwürfe und Verletzung von Sanktionen in den USA rund 1,4 Milliarden US-Dollar zahlen. Eine abschließende Einigung sei aber noch nicht erzielt, sagte eine informierte Person. Die Commerzbank habe einer möglichen Beilegung bisher nicht zugestimmt. Kommende Woche oder später im März könnte der Deal dann aber unter Dach und Fach sein.

Duncan King, ein Sprecher der Commerzbank in New York, wollte sich nicht dazu äußern. Reuters hatte zuvor unter Berufung auf zwei Insider über die genannte Summe von 1,4 Milliarden Dollar berichtet.

Die US-Behörden ermitteln seit Monaten wegen des Verdachts, dass die Bank US-Sanktionen gegen unterschiedliche Länder missachtet und die US-Geldwäschegesetze nicht eingehalten hat. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass die Bank für zwei Verfahren wohl mehr als eine Milliarde Euro bezahlen könnte.

Die Behörden standen mit der Bank zunächst wegen der Verletzung von Sanktionen im September kurz vor einem Abschluss, dann wurden die Ermittlungen mit Untersuchungen wegen laxer Geldwäsche-Kontrollen zusammengelegt.

Commerzbank-Finanzvorstand Stefan Engels hatte Mitte Februar gesagt, dass sich die Ermittlungen und die Gespräche mit den US-Behörden "intensiviert" hätten. "Von meiner Sicht aus sollte die Angelegenheit eher früher als später beigelegt sein", hatte er gesagt. Die Bank hatte die Rückstellungen für Rechtsrisiken 2014 auf 1,4 Milliarden Euro von 934 Millionen Euro im Vorjahr erhöht.

Quelle: n-tv.de

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