Wirtschaft
Commerzbank und Arbeitnehmervertreter haben sich auf Stellenstreichungen verständigt
Commerzbank und Arbeitnehmervertreter haben sich auf Stellenstreichungen verständigt(Foto: picture alliance / dpa)

Massiver Stellenabbau: Commerzbank streicht 5000 Jobs

Die in der Finanzkrise arg gebeutelte Commerzbank treibt die Sanierung voran. Wie bereits angekündigt, setzt sie dabei auch den Rotstift bei der Belegschaft an. Insgesamt soll konzernweit etwa jede elfte Stelle wegfallen.

Bei der Commerzbank soll offenbar rund jede elfte Stelle gestrichen werden. Insgesamt würden konzernweit mehr als 5000 der insgesamt 54.000 Arbeitsplätze wegfallen, wie das "Handelsblatt" berichtete. Eine entsprechende Einigung zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretern sei nahezu unter Dach und Fach. Die Bank wollte den Bericht nicht kommentieren. Im Januar hatte das Institut den Abbau von 4000 bis 6000 Vollzeitstellen angekündigt.

Den Durchbruch bei den schwierigen Gesprächen habe die Klausurtagung in der vergangenen Woche gebracht, hieß es weiter. "Die Verhandlungen waren erfolgreich", war dem Bericht zufolge in der Bank zu hören. Über das Ergebnis werde nun der Gesamtbetriebsrat beraten. "Geplant ist, dass dann am Mittwoch darüber abgestimmt wird", hieß es. Ein endgültiger Beschluss stehe damit zwar noch aus, gelte aber als sehr wahrscheinlich. Deutschlands zweitgrößte Bank muss vor allem im Privatkundengeschäft die Kosten deutlich senken. Hier steht das Institut unter Zeitdruck, da eine Einigung über den Stellenabbau als Voraussetzung für den Start des Umbaus der Sparte gilt.

Die Commerzbank war während der Wirtschafts- und Finanzkrise in starke Bedrängnis geraten. Der staatliche Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) musste die Bank deshalb Anfang 2009 mit 16,4 Milliarden Euro stützen.

Quelle: n-tv.de

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