Wirtschaft

Verluste bleibenConstantin kämpft weiter

19.08.2010, 10:59 Uhr

Die Geschäfte laufen bei Constantin noch nicht wieder rund. Der Ausflug in die Gewinnzone 2009 bleibt nur ein kurzer Abstecher. In diesem Jahr rechnet die Sport1-Mutter nicht mit schwarzen Zahlen. Auch im abgelaufenen Quartal stehen bei dem Film-Verleiher Verluste in den Büchern.

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Die "Resident Evil"-Reihe läuft im Constantin Filmverleih. In diesem Jahr kommt die nächste Produktion "Afterlive" in die Kinos. Die Hauptrolle hat wie bereits in "Apocalypse" Milla Jovovitch inne. (Foto: picture-alliance / dpa)

Die Constantin Medien ist in den ersten sechs Monaten wie erwartet in den roten Zahlen geblieben. Auch für das gesamte Jahr rechnet das Münchner Medienunternehmen weiter mit Verlusten. Unter dem Strich steht zwischen Januar und Juni ein Minus von 3,3 Mio. Euro, nach einem Verlust von 4,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz ging um 11,4 Prozent auf 201,9 Mio. Euro zurück.

Im wichtigen Segment Film hatte Constantin vor allem mit einem Rückgang bei TV-Auftragsproduktionen und niedrigeren Lizenzumsätzen zu kämpfen. Im Sport-Segment litt der Konzern unter anderem weiter unter dem Wettbewerb auf dem Werbemarkt. Constantin hatte die Sparte zu Jahresbeginn umgebaut und zum 1. April das Deutsche Sportfernsehen (DSF) mit der Marke des Online-Portals Sport1.de zusammengelegt.

Gewinn ist (nicht) drin

Für 2010 rechnet der Konzern nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone im vergangenen Jahr weiter mit einem Verlust zwischen 12 Mio. und 14 Mio. Euro. 2009 hatte das Unternehmen dank Vergleichszahlungen aus den Schadenersatzklagen gegen die ehemalige Spitze der Vorgängerfirma EM.TV einen Gewinn von 8,7 Mio. Euro verbucht. Ohne den Sondereffekt hätte es Verluste gegeben.

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Leo Kirch: In den Medien selbst nicht präsent, dreht er hinter den Kulissen weiter das große Rad. (Foto: REUTERS)

Constantin Medien war aus einer Allianz der Medienfirmen EM.Sport, der Filmfirma Constantin und der Schweizer Highlight Communications hervorgegangen. Großaktionär bei Constantin Medien ist mit 18,7 Prozent die von Medienunternehmer Leo Kirch kontrollierte KF 15.

Quelle: rts