Nach gescheitertem Avon-DealCoty will an die Börse

Avon hat die Milliardärsfamilie Reimann nicht bekommen. Dafür will sie nun mit ihrer Parfümfirma Coty den Gang auf das Börsenparkett wagen. Einem Medienbericht zufolge könnte dies im Herbst geschehen.
Nach der geht die deutsche Milliardärsfamilie Reimann anscheinend zu Plan B über: Laut US-Medienberichten bringt sie ihre Parfümfirma Coty an die Börse.
Über Coty sollte eigentlich der 10,7 Milliarden Dollar (8,1 Mrd Dollar) schwere Kauf von Avon laufen, doch die Reimanns bissen bei der Gegenseite auf Granit und gaben ihr Vorhaben schließlich zu Wochenbeginn auf.
Coty habe bereits die Banken für den Börsengang ausgewählt, berichteten der Fernsehsender CNBC und die "New York Times" übereinstimmend. Wie die Zeitung schrieb, könnte der Börsenprospekt binnen Wochen veröffentlicht werden, der Handel mit der Aktie könnte dann im Herbst beginnen.
Die Einnahmen wurden auf bis zu 1 Milliarde Dollar beziffert, die Gesamtbewertung von Coty mit bis zu 8 Milliarden Dollar angegeben. Eine Bestätigung von Unternehmensseite gab es dafür zunächst aber nicht.
Der im Rhein-Neckar-Raum beheimatete Reimann-Clan hatte sein Milliardenvermögen mit dem Konsumgüterkonzern Reckitt-Benckiser gemacht, der unter anderem das Gesichtswasser Clerasil und Kukident-Haftcreme für dritte Zähne herstellt.
Daneben bauten die Reimanns ein Luxus-Imperium auf. Die in den USA beheimatete Coty machte zuletzt einen Jahresumsatz von 4,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen steckt hinter Düften von Cerruti, Jennifer Lopez, Karl Lagerfeld oder Davidoff.