Wirtschaft
Der Fall Galbraith hat gerade noch gefehlt: Credit-Suisse-Chef Brady Dougan (Archivbild).
Der Fall Galbraith hat gerade noch gefehlt: Credit-Suisse-Chef Brady Dougan (Archivbild).(Foto: REUTERS)

"Keine Panik - ich kümmere mich": Credit Suisse vermisst Millionen

Der Fall sorgt nicht nur in Finanzkreisen für hochgezogene Augenbrauen: Die Credit Suisse, einst ein Symbol Schweizer Zuverlässigkeit, überweist angeblich aus Versehen einen Millionenbetrag auf das falsche Konto. Der Empfänger ist verschollen.

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat einem Hedgefonds-Manager einem Zeitungsbericht zufolge durch eine kuriose Panne insgesamt 1,5 Millionen Dollar (1,2 Mio. Euro) überwiesen. Nun seien sowohl das Geld als auch der Vermögensverwalter verschwunden, heißt es in einem Bericht der "New York Times".

In gleich drei Tranchen soll die Bank die Summe im Januar überwiesen und den Fehler erst zwei Wochen später bemerkt haben. Der Hedgefonds Galbraith Capital Investment Management habe sich damals bereits in der Abwicklung befunden und keinerlei Geld mehr auf Konten der Credit Suisse gehabt.

"Keine Panik"

Die Bank hat den Fonds und seinen Manager Joseph Galbraith dem Bericht nach zunächst angeschrieben. Nachdem die Reaktionen dort offenbar ausblieben, übergab die Bank den Fall der hauseigenen Rechtsabteilung. Im August reichte die Bank schließlich Klage ein, um das Geld wiederzubekommen. Bislang vergeblich, wie die New Yorker Zeitung schreibt.

Das letzte Mal habe die Credit Suisse am 5. Februar von Galbraith gehört: "Keine Panik - ich kümmere mich drum", soll er per E-Mail mitgeteilt haben. Wie es zu der millionenschweren Fehlüberweisung kommen konnte, ist noch unklar. Fragwürdig erscheint Branchenkennern zudem, wieso die Schweizer Großbank fast sieben Monate verstreichen ließ, bevor sie konsequente rechtliche Schritte einleitete.

Quelle: n-tv.de

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