Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Rekordumsatz in Deutschland: DFB-Trikot ist im Ausland der Renner

Der WM-Triumph in Brasilien wird für den Sportartikelhersteller Adidas zum Gewinnbringer. Angesichts der hohen Nachfrage nach Trikots mit dem vierten Stern peilt das Unternehmen ein ordentliches Umsatzplus an.

Ein Geschenk werden Fußballfans dieses Jahr wohl häufiger unter dem Weihnachtsbaum finden: Das WM-Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft mit dem vierten Stern. Das Shirt sei im Weihnachtsgeschäft ein "echter Verkaufsschlager", sagte der Chef des Nationalelf-Ausstatters Adidas, Herbert Hainer, dem "Focus". Der Gewinn des Weltmeistertitels wirke sich positiv auf das Geschäft aus.

"Insgesamt haben wir seit der Präsentation im November 2013 mehr als drei Millionen Deutschland-Trikots verkauft." Das seien doppelt so viele Shirts wie bei der WM 2006 in Deutschland. Damals prangten auf den Leibchen nur drei Sterne, sie symbolisieren die Zahl der Weltmeistertitel. Mit dem WM-Titel der deutschen Nationalmannschaft 2014 in Brasilien ist ein vierter Stern hinzugekommen.

Auch im Ausland seien die Hemden der deutschen Kicker beliebt. "Ein Drittel der deutschen Trikots verkauften wir über unsere Grenzen hinweg", sagte der Adidas-Chef.

Russland-Geschäft betrübt Konzern

Aber auch mit den Verkäufen insgesamt in diesem Jahr in Deutschland zeigte sich Hainer zufrieden. Adidas werde 2014 mit einem Rekordumsatz in Deutschland abschließen. Dazu hätten die erfolgreiche Fußball-Weltmeisterschaft und gute Geschäfte in den Produktgruppen "Laufen" und "Fitness" beigetragen, sagte er dem Magazin.

Insgesamt plane die Firma aus dem fränkischen Herzogenaurach, dieses Geschäftsjahr den Gesamtumsatz währungsbereinigt im "mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich" steigern zu können. 2013 hatte Adidas einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 790 Millionen Euro erwirtschaftet.

Adidas macht derzeit die Russland-Krise zu schaffen. Das Land ist für den Sportartikelhersteller der drittwichtigste Markt weltweit. Der Konzern fährt in Reaktion auf die schwierige Lage in Russland die Expansion zurück und eröffnet dort nun deutlich weniger Geschäfte als geplant. Als Klotz am Bein erwies sich auch das Geschäft mit Golfausrüstungen.

Die Adidas-Aktien ächzten unter den Problemen: Sie bilden im Dax in diesem Jahr bisher das Schlusslicht und büßten knapp 40 Prozent an Wert ein, während der Leitindex seit Jahresbeginn gut zwei Prozent gewann.

Quelle: n-tv.de

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