Wirtschaft

Voraussichtlich 0,8 ProzentDIW sieht Wachstum

28.08.2009, 12:33 Uhr

Das Wachstum in Deutschland zieht nach Einschätzung des Berliner DIW im Sommerquartal spürbar an. Für eine Entwarnung, so die Wirtschaftsforscher, sei es allerdings noch zu früh.

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Im Wirtschafts- und Wohnungsbau halten sich die Investoren zurück. (Foto: REUTERS)

Die Wirtschaftsleistung werde voraussichtlich um 0,8 Prozent zulegen, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) zu seinem Konjunkturbarometer mit. Zusammen mit dem Plus von 0,3 Prozent im Frühjahr wäre damit ein Drittel des Einbruchs vom Jahresauftakt wieder wettgemacht, erklärten die Forscher. "Bestätigt sich diese Entwicklung, so wäre für 2009 insgesamt auch eine Schrumpfung von weniger als fünf Prozent möglich."

Allerdings sei es zu früh für eine Entwarnung, sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths. "Die zuvor rabenschwarzen Erwartungswerte haben sich nunmehr zwar etwas aufgehellt, Tageslicht sieht aber anders aus." Zudem wachse die Gefahr eines Stellenabbaus mit jedem Monat, in dem die Produktion nicht kräftig anziehe.

Wachstumstreiber dürfte nach Einschätzung der Forscher die Industrie mit plus zwei Prozent werden. Das wäre der erste Zuwachs seit anderthalb Jahren. Allerdings brach in diesem Zeitraum die Wirtschaftsleistung in der Industrie um mehr als 23 Prozent ein.

Dämpfer vom Bau

Auch die Dienstleister und der Handel dürften im Sommer zum Wachstum beitragen. Ein Dämpfer komme dagegen von der Bauwirtschaft, wo die Impulse durch das staatliche Konjunkturpaket den Einbruch im Wirtschafts- und Wohnungsbau nicht ausgleichen dürften.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal überraschend früh aus der Rezession befreit. Einige Banken und Forschungsinstitute sehen nun für das Gesamtjahr bessere Aussichten und heben ihre Prognosen an.

Quelle: mmo/rts