Mittwoch, 03. März 2010
"Ein ordentlicher Start": DZ Bank wieder "schwarz"
Die von ihren genossenschaftlichen Eigentümern gestützte DZ Bank macht wieder Gewinn. Trotz eines "fragilen Marktumfelds" soll dieser Trend auch beibehalten werden.Die von ihren Eigentümern gestützte DZ Bank will nach einem erfreulichen Start 2010 aus eigener Kraft weiteren Boden gutmachen. Im vergangenen Jahr kam das genossenschaftliche Spitzeninstitut aus den roten Zahlen und erzielte ein Nachsteuerergebnis von 346 Mio. Euro nach einem Minus von 1,2 Mrd. Euro im Vorjahr.
"Die DZ Bank Gruppe ist in einem weiterhin fragilen Umfeld gut positioniert für das laufende Geschäftsjahr", sagte der Vorstandsvorsitzende, Wolfgang Kirsch. Operativ habe es 2010 "einen ordentlichen Start" gegeben. "Eine weitere Kapitalerhöhung durch unsere Eigentümer streben wir nicht an, wir halten sie auch nicht für erforderlich", betonte Kirsch.
Ende des Jahres lag die Kernkapitalquote bei 9,9 Prozent nach 7,4 Prozent ein Jahr zuvor. Die DZ Bank hatte von ihren Anteilseignern, den Volks- und Raiffeisenbanken, eine Mrd. Euro Kapitalspritze erhalten. Zudem kappte sie das Auslandsgeschäft, aus Teheran und Mexiko-City will sich das Institut in diesem Jahr zurückziehen. Beim geplanten Abbau von 450 der 4000 Vollzeitstellen sind nach Kirschs Angaben zwei Drittel bereits vollzogen.
"Nicht mehr ganz so stürmisch"
Vor Steuern lag der Gewinn 2009 bei 836 Mio. Euro - nach einem Verlust von 1,55 Mrd. Euro im Vorjahr. Bis Ende Mai 2009 hatte die DZ Bank Gruppe, zu der unter anderem die Bausparkasse Schwäbisch Hall und die R+V Versicherung gehören, noch 936 Mio. Euro Vorsteuergewinn ausgewiesen. "Das zweite Halbjahr ist nicht mehr ganz so stürmisch nach oben gegangen, aber wir haben natürlich auch einiges an Vorsorge geleistet", erklärte Kirsch. Das Institut profitierte 2009 zu einem großen Teil auch davon, dass Wertpapiere Verluste aufholten. Probleme macht der Umbau der DG Hyp zum gewerblichen Immobilienfinanzierer: Erst 2012 werden positive Zahlen erwartet.
Eine Fusion mit dem zweiten genossenschaftlichen Spitzeninstitut, der Düsseldorfer WGZ Bank, hält Kirsch nach wie vor für wünschenswert. «Im Moment steht das nicht zur Debatte, das funktioniert ja auch so ganz gut.» Die für 2009 ausgehandelte Fusion DZ/WGZ war im April in letzter Sekunde geplatzt.
dpa/rts
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