Wirtschaft

Abwärtstrend verschärft sichDämpfer für Einzelhandel

30.10.2009, 08:25 Uhr
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Das Geld sitzt bei den Verbrauchern nicht mehr so locker. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Krise kommt im Handel an: Bereits zum fünften Mal in Folge muss der Einzelhandel einen Umsatzrückgang hinnehmen. Im September sank dieser mit 4,8 Prozent weitaus stärker als prognostiziert.

Der Abwärtstrend im deutschen Einzelhandel hat sich im September verschärft. Der Umsatz sank um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war bereits der fünfte Rückgang in Folge und zugleich der stärkste seit Februar. Bereinigt um Preisschwankungen (real) fiel das Minus mit 3,9 Prozent zwar etwas kleiner aus. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang um 2,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vormonat sank der Umsatz real um 0,5 Prozent. Hier hatten Experten plus 0,6 Prozent vorhergesagt.

Die größten Einbußen musste der Internet- und Versandhandel hinnehmen, der 8,8 Prozent weniger in den Kassen hatte als im September 2008. Mit Quelle musste der einst größte deutsche Versandhändler vor wenigen Tagen aufgeben.

Mehr Geld für Kosmetik

Waren- und Kaufhäuser setzten 6,5 Prozent weniger um. Die Geschäfte mit Textilien, Bekleidung und Schuhen schrumpften um 4,8 Prozent. Die Lebensmittel-Einzelhändler verloren 3,7 Prozent Umsatz. Gegen den Trend legten die Einnahmen mit Kosmetik sowie pharmazeutischen und medizinischen Produkten um 0,6 Prozent zu.

Von Januar bis September nahm der Einzelhandel 2,6 und real 2,2 Prozent weniger ein als vor einem Jahr. Für das gesamte Jahr rechnet der Branchenverband HDE mit einem Umsatzrückgang von etwa zwei Prozent.

Quelle: mme/rts