Wirtschaft
Das Fernbus-Geschäft boomt - das freut auch den Leiter der Bus-Sparte von Daimler, Hartmut Schick.
Das Fernbus-Geschäft boomt - das freut auch den Leiter der Bus-Sparte von Daimler, Hartmut Schick.(Foto: picture alliance / dpa)

"Fernbusmarkt spielt wichtige Rolle": Daimler hofft auf Umsatzwachstum

Das Fernbus-Geschäft boomt. Von der Reiselust der Kunden auf der Straße profitiert auch Autobauer Daimler. Das Unternehmen rechnet in Westeuropa mit einem Umsatzwachstum.

Der Autobauer Daimler setzt seine Hoffnungen was Absatz und Umsatz betrifft auf den wachsenden Fernbusmarkt in Europa. Das Unternehmen rechnet weltweit für das laufende Jahr mit einem Absatz auf Vorjahresniveau, in Westeuropa erwartet der Hersteller sogar ein leichtes Wachstum beim Absatz. "Der Fernbusmarkt hat dort eine wichtige Rolle", so Hartmut Schick, Chef der Bus-Sparte bei Daimler. Laut Schick werde das Wachstum durch eine stärkere Nachfrage bei Reisebussen getragen, wobei besonders die Fernbusse die Nachfrage ankurbeln: Alleine in Deutschland würden pro Jahr etwa 250 bis 300 Busse mehr verkauft werden, auf Westeuropa hochgerechnet seien es pro Jahr etwa 1400.

Busse für den Stadtverkehr können von diesem Trend hingegen nicht profitieren: Hartmut Schick rechnet in dieser Sparte mit einem leichten Rückgang. In Westeuropa verkaufte die Bus-Sparte von Daimler im vergangenen Jahr knapp 30 Prozent seiner Busse und Fahrgestelle.

Brasilien schwächelt

Den größten Anteil hat mit über 40 Prozent Lateinamerika, auch wenn in Brasilien der Absatz um knapp 50 Prozent eingebrochen ist. Der brasilianische Markt wird laut Daimler auch dieses Jahr noch ein Sorgenkind bleiben. Den Absatzrückgang in Brasilien wollen die Zuffenhausener mit Hilfe neuer Märkte, wie z.B. Indien, ausgleichen.  Dort war Mitte letzten Jahres die Produktion angelaufen, um chinesische Konkurrenten aus Märkten wie Ägypten herauszudrängen.  

Auch auf den Iran setzt Daimler große Hoffnungen: Nach dem Ende der westlichen Sanktionen gegen das Land hoffen viele Unternehmen auf die Erschließung der dortigen Märkte und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Daimler hatte Anfang des Jahres eine Absichtserklärung für Vertriebskooperationen unterschrieben, die auch das Bus-Geschäft beinhaltet. Spartenchef Schick sieht im Iran einen Markt von etwa 17.000 Bussen für den Stadtverkehr und 2000 bis 3000 Reisebussen für den Fernverkehr.

Quelle: n-tv.de

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