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Wirtschaft

Montag, 14. Juni 2010

Premium neu definiert: Daimler setzt auf Kleinwagen

Der Daimler-Konzern ist mit seinen Mercedes S- und E-Klasse-Modellen im Premiumsegment Marktführer. Um auch künftig seine Margenziele zu sichern, streben die Stuttgarter auch bei den Kleinwagen die Spitze an - mit Hilfe von Renault und Nissan.
"Wir sind Marktführer mit unseren S-, E- und C-Klasse-Limousinen. Es ist daher offenkundig, welche Marktposition wir im Segment der Premium-Kleinwagen erwarten", sagt Zetsche. Daimler-Che

"Wir sind Marktführer mit unseren S-, E- und C-Klasse-Limousinen. Es ist daher offenkundig, welche Marktposition wir im Segment der Premium-Kleinwagen erwarten", sagt Zetsche. Daimler-Che
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Daimler will sich auf Dauer als ertragsstärkster Premium-Autohersteller etablieren und auch im immer wichtiger werdenden Bereich der Premium-Kleinwagen BMW übertrumpfen. "Wir sind Marktführer mit unseren S-, E- und C-Klasse-Limousinen. Es ist daher offenkundig, welche Marktposition wir im Segment der Premium-Kleinwagen erwarten", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche, der auch die Pkw-Sparte Mercedes-Benz leitet, der "Financial Times".

Dabei helfen werde die Partnerschaft mit Renault und Nissan. Diese Kooperation sei die klar beste Option für Daimler gewesen. "Wir haben mit Fiat gesprochen, wir haben mit VW gesprochen, und wir haben mit BMW gesprochen, was teilweise zu Ergebnissen führte", sagte Zetsche. "Und wir wurden von den Japanern und GM und anderen angesprochen. Es gab kaum einen Autohersteller, der nicht an uns herangetreten ist."

Top bei Premium-Modellen

"Was Umsätze und Gewinne angeht, liegen wir deutlich vor BMW und Audi", betonmte Zetsche. "Das ist die Position, die wir behaupten und ausbauen wollen."

Zuletzt hatte Zetsche für die Kernsparte Mercedes-Benz in Aussicht gestellt, bereits ab Mitte 2012 dauerhaft die seit langem versprochene operative Rendite von zehn Prozent zu erzielen. Bisher war Mercedes-Benz nie über eine Marge von neun Prozent hinausgekommen, hatte aber den Erzrivalen BMW bei der Rentabilität zumeist hinter sich gelassen. Die Münchener wollen 2012 vor Steuern und Zinsen acht bis zehn Prozent des Umsatzes als Gewinn ausweisen. Sportwagen-Schmieden wie Porsche kamen selbst in der schärfsten Absatzkrise der Branche auf Margen jenseits der Zehn-Prozent-Marke, Massenhersteller rangieren zumeist im unteren einstelligen Prozentbereich.

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