Donnerstag, 20. Mai 2010
Starkes BRIC-Geschäft: Dell schafft Gewinnsprung
Ein starkes Geschäft mit Servern beschert dem ehemals weltgrößten Computerhersteller Dell einen Jahresauftakt nach Maß. Börsianer können die starken Zahlen jedoch nicht überzeugen.Hat es am Ende des letzten Quartals noch ziemlich düster ausgesehen für den einst weltgrößten Computerhersteller Dell, kann er nun für das erste Geschäftsquartal ein starkes Wachstum präsentieren. Der Umsatz ist um 21 Prozent auf 14,8 Mrd. US-Dollar gestiegen, der Gewinn gar um 52 Prozent auf 440 Mio. Zu verdanken hat der Konzern dies dem weltweit stark gewachsenen Geschäft mit Servern, Speichern und Dienstleistungen für Unternehmenskunden. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel dennoch nachbörslich um 5 Prozent.
Der drittgrößte Computerhersteller nach Hewlett-Packard und Acer konnte seinen Verkauf von Servern an Großunternehmen um 61 Prozent seigern. Besonders gut liefen die Geschäfte in den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien, China) - der Umsatz in Indien wuchs um 90 Prozent, jener in Brasilien um 81. Verantwortlich für die hohe Nachfrage ist das sich verbessernde wirtschaftliche Umfeld, wie Dell- Finanzchef Brian Gladden hervorhob.
Hinzu kommt, dass viele Unternehmen während der Krise auf Investitionen verzichtet hatten - entsprechend groß ist nun der Nachholbedarf. Aber auch das Geschäft mit den Privatkunden wuchs um 16 Prozent. Beliebt waren insbesondere dünne, leichte Laptops mit mobilen Internetlösungen, deren Preise im Schnitt allerdings gesunken sind, was die Profitabilität in diesem Segment reduzierte.
Dell ist optimistisch, dass der Wachstumstrend auch für den Rest des Jahres anhält und glaubt, das frühe Stadium einer IT- Erneuerungsphase bei Unternehmen zu entdecken. Für das zweite Geschäftsquartal erwartet der Konzern zudem eine gesteigerte Nachfrage von staatlichen Behörden, Universitäten sowie von Privatkunden.
dpa
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