Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Die Preise brechen ein: Der Rohstoff-Albtraum auf einen Blick

Was hoch geht, kommt irgendwann wieder herunter: Dieses Prinzip demonstriert der Rohstoffmarkt in diesem Jahr eindrucksvoll. Nicht nur die Preise für Öl und Gold rauschen in die Tiefe.

Was für Industrieländer ein Segen ist, ist für Rohstoffexporteure eine Katastrophe: Die Preise für die allermeisten Rohstoffe brachen im zu Ende gehen Jahr regelrecht ein. "Unglücklicherweise gibt es für Rohstoffe kein Erwachen aus diesem Alptraum. Denn es ist die Realität", zitiert die "Financial Times" Jodie Gunzberg, der die entsprechenden Indizes des Anbieters S&P Dow Jones verantwortet.  Der vergangenen November sei der fünftschlimmste Monat seit 1970 gewesen. Nur zwei Rohstoffe – Zucker und Kakao – seien teurer geworden.

Und auch auf Jahressicht ergibt sich für Investoren ein trauriges Bild: 2015 sei auf bestem Wege, eines der fürchterlichsten Jahre zu werden, sagte Gunzberg. Dabei gehörte schon 2014 zu den vier Jahren mit den kräftigsten Preisrückgängen für Rohstoffe.

Für Aluminium habe es in der Geschichte nur ein schlechteres Jahr als 2015 gegeben, so Gunzberg. Der Goldpreis habe sich in lediglich fünf verschiedenen Börsenjahren noch mieser entwickelt. In Zahlen ausgedrückt: Nickel verbilligte sich seit Beginn dieses Jahres um rund 42 Prozent, der Preis für Erdgas brach um 40 Prozent ein. Rohöl entwickelte sich nur wenig besser. Kupfer büßte rund ein Viertel, Gold etwas mehr als 10 Prozent an Wert ein. Zu den wenigen Ausnahmen im Rohstoffsektor zählen die sogenannten Soft Commodities aus dem Agrarbereich. Hier gab es bislang auch auf Jahressicht Preissteigerungen bei Baumwolle und Kakao.

(Hinweis für Mobilnutzer: Die Infografik zur Entwicklung der Rohstoffpreise finden Sie hier.)

Quelle: n-tv.de

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