Verschmelzung auf EisDeripaska sagt Fusion ab
Die Pläne für eine Großfusion in der russischen Rohstoffbranche sind vorerst vom Tisch. Als Grund nennt Rusal-Chef Oleg Deripaska die weltweite Wirtschaftskrise. In drei Jahren will er das Thema aber wieder angehen.
Die Gespräche über eine Verschmelzung des weltgrößten Aluminiumproduzenten Rusal mit Norilsk Nickel seien wegen der Krise für drei Jahre aufgeschoben worden, sagte der russische Milliardär und Rusal-Chef Oleg Deripaska dem Blatt "Wedomosti". Norilsk ist die weltweite Nummer Eins bei der Herstellung von Nickel und Palladium.
Mit einer Fusion der Rohstoffkonzerne würde ein ernst zunehmender Konkurrent für den weltgrößten Bergbaukonzern BHP Billiton entstehen.
"Wedomosti" hatte Ende Februar schon berichtet, Russlands Präsident Dmitri Medwedew habe bei einem Treffen mit Managern der Konzerne das Vorhabens begraben. Der jüngste Bericht legt dagegen nahe, dass die Pläne aufgeschoben, aber nicht aufgehoben sind.
Die Idee einer Fusion war im vergangenen Jahr aufgekommen. Rusal hatte damals einen Anteil an Norilsk Nickel übernommen. Der Nickelproduzent wird von der russischen Interros-Gruppe kontrolliert.
Laut Deripaska war zu Jahresbeginn auch ein noch breiter angelegte Fusion mit dem Eisenerzkonzern Metalloinvest und dem Kalisalzproduzenten Uralkali im Gespräch.