Wirtschaft
Jürgen Fitschen muss sich an den eigenen Vorgaben messen lassen.
Jürgen Fitschen muss sich an den eigenen Vorgaben messen lassen.

DSW fordert Kulturwandel : Deutschbanker vor Haftrichter

Fünf Deutschbanker werden dem Haftrichter vorgeführt, ihnen wird Geldwäsche vorgeworfen. Dass die Staatsanwaltschaft derzeit wegen millionenschwere Steuerhinterziehungen bei der Deutschen Bank ermittelt, sollte nach Ansicht der DSW für das Institut Grund genug sein, um sich an den selbst verordneten Kulturwandel zu erinnern.

Nach der Großrazzia bei der Deutschen Bank werden heute fünf Mitarbeiter dem Haftrichter vorgeführt. Die Verhandlung über den Fortbestand der Haftbefehle soll beim Amtsgericht Frankfurt stattfinden, erklärte Oberstaatsanwalt Günter Wittig.

Die Banker stehen unter dem Verdacht der Geldwäsche beziehungsweise der versuchten Strafvereitelung. Bei den Ermittlungen um millionenschwere Steuerhinterziehungen beim Handel mit Emissionszertifikaten sind auch die Vorstände Jürgen Fitschen und Stefan Krause ins Visier der Justiz geraten. Die Manager hatten die fragliche Umsatzsteuererklärung aus dem Jahr 2009 unterzeichnet.

Die Deutsche Schutzvereinigung Wertpapierbesitz fordert nun von der Deutschen Bank bessere Maßnahmen gegen Betrug. "Man muss eben in der Lage sein, das Treiben von einigen wenigen, die möglicherweise gegen Regeln verstoßen, früher festzustellen", sagte Vize-Präsident Klaus Nieding im ZDF. Der von Deutsche-Bank-Chef Jürgen Fitschen geplante Kulturwandel sei auch daher notwendig.

"Kulturwandel bedeutet, dass wir bei all unserem Handeln das Interesse unserer Kunden in den Mittelpunkt stellen", hatte Co-Vorstandschef Fitschen bei seinem gemeinsamen Amtsantritt mit Investmentbanker Anshu Jain gesagt.

"Es scheint ja so zu sein, dass in der Tat verschiedene Dinge in der Deutschen Bank anders, besser gemacht werden müssen", sagte Nieding. Man solle Fitschen aber die Chance geben, den von ihm angekündigten Kulturwandel auch durchzusetzen.

Quelle: n-tv.de

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