Wirtschaft
Das Institut könnte auch gegen Wirtschaftssanktionen im Ukraine-Konflikt verstoßen haben.
Das Institut könnte auch gegen Wirtschaftssanktionen im Ukraine-Konflikt verstoßen haben.(Foto: picture alliance / dpa)

Verbotene Geschäfte: Deutsche Bank droht Geldstrafe in den USA

Der New Yorker Sitz der Deutschen Bank soll Geschäfte mit Personen betrieben haben, gegen die eine Sperre des US-Finanzministeriums vorliegt. Zusätzlich werden Vorwürfe der Geldwäsche laut. Dem Unternehmen drohen massive Strafen.

Wegen Missachtung der Sanktionen gegen Länder wie den Iran und Syrien muss die Deutsche Bank in den USA eine Strafe von mindestens 200 Millionen Dollar, umgerechnet 182 Millionen Euro, zahlen. Das größte deutsche Finanzinstitut habe sich mit zwei US-Behörden auf einen Vergleich verständigt, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus informierten Kreisen in New York. Die Filiale der Deutschen Bank in New York soll Transaktionen für syrische und iranische Kunden ausgeführt haben, die auf der Sanktionsliste der Vereinigten Staaten stehen.

Die Einigung mit der New Yorker Finanzaufsicht DFS und der US-Notenbank Federal Reserve könnte den Angaben zufolge noch in dieser Woche veröffentlicht werden. Für die Deutsche Bank ist die Affäre damit aber noch nicht ausgestanden, da weitere US-Behörden wie das Justizministerium ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen haben. Außerdem stehen Mitarbeiter der Deutschen Bank unter Verdacht, in Geldwäscheaktivitäten in Russland verwickelt zu sein. In diesem Zusammenhang könnte das Institut auch gegen Wirtschaftssanktionen im Ukraine-Konflikt verstoßen haben.

Wegen Verstößen gegen Sanktionen haben bereits mehrere europäische Banken in den USA hohe Strafen gezahlt, darunter die Commerzbank, das Schweizer Geldhaus UBS und zuletzt die französische Großbank Crédit Agricole.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen