Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Verwaltetes Vermögen wächst: Deutsche Bank setzt auf Superreiche

Auch wenn andere Geschäftsbereiche schwächeln - ein Segment sorgt bei der Deutschen Bank seit Jahren für Freude: Das Geschäft mit den Reichen. Das von der Bank verwaltete Vermögen wächst deutlich stärker als der Gesamtmarkt.

Die Deutsche Bank sieht große Chancen, im Geschäft mit sehr reichen Kunden hierzulande weiter zu wachsen. Das von der Bank in Deutschland verwaltete Vermögen sei seit 2009 jährlich um zwölf Prozent gestiegen und damit deutlich stärker als der hiesige Gesamtmarkt mit drei bis vier Prozent, sagte der neue Spartenchef Joachim Häger der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag".

"Diese Wachstumsdynamik wird sich eher noch beschleunigen." Es gebe "ansehnliche Nettomittelzuflüsse. Im Vermögensmanagement, der Konzernsparte Deutsche Asset & Wealth Management (AWM), betreue die größte deutsche Bank mittlerweile mehr als 20.000 Kunden. Das Geldhaus verwaltet dem Blatt zufolge über das bankeigene Wealth Management, die Kölner Konzerntochter Sal. Oppenheim und das Deutsche Oppenheim Family Office in Deutschland insgesamt 117,6 Milliarden Euro und ist damit Marktführer vor der Commerzbank.

Häger verantwortet seit November das gesamte Deutschland-Geschäft der AWM. In der Bundesrepublik sind dort 1800 der 6000 Mitarbeiter von AWM tätig. Häger arbeitet seit 25 Jahren für die Deutsche Bank, seit 2002 ist er für die Superreichen zuständig.

Deren Vermögen nimmt immer mehr zu, aber auch die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland. Die Industriestaaten-Organisation OECD erklärte Anfang Dezember, die reichsten zehn Prozent der deutschen Bevölkerung verdienten Mitte der 1980er-Jahre fünfmal so viel wie die ärmsten zehn Prozent. Heute liege das Verhältnis bei 7:1.

Das Problem an den neuen Superreichen: Nicht immer lässt sich die Herkunft der Millionen einwandfrei nachvollziehen. Das kann auch zum Problem werden.

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Quelle: n-tv.de

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