Wirtschaft
Mit dem Verkauf der Hua-Xia-Anteile treibt Bankchef John Cryan die Umsetzung seiner Strategie voran.
Mit dem Verkauf der Hua-Xia-Anteile treibt Bankchef John Cryan die Umsetzung seiner Strategie voran.(Foto: REUTERS)

Erlös von bis zu 3,7 Mrd Euro: Deutsche Bank verkauft Beteiligung in China

Im Zuge ihrer neuen Strategie schrumpft die Deutsche Bank nicht nur in Deutschland. Auch in China verkauft das größte deutsche Geldhaus nun eine milliardenschwere Beteiligung.

Die Deutsche Bank trennt sich von ihrer Beteiligung an der chinesischen Hua Xia Bank: Der gesamte Anteil in Höhe von 19,99 Prozent werde von Property and Casualty Company Limited übernommen, teilte die Deutsche Bank mit. Der Verkaufspreis betrage vorbehaltlich abschließender Preisanpassungen zwischen 23,0 und 25,7 Milliarden chinesische Renminbi. Das entspreche auf Basis aktueller Wechselkurse etwa 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro.

Mit dem Abschluss wird die Kapitalposition der Deutschen Bank gestärkt, erklärte Finanzvorstand Marcus Schenck. Der Verkauf werde einen positiven finanziellen Effekt haben und die Harte Kernkapitalquote der Deutschen Bank zum 30. September 2015 um circa 30 bis 40 Basispunkte verbessern, hieß es in der Mitteilung. Die Aufsichtsbehörden müssten dem Geschäft noch zustimmen.

Die Deutsche Bank hatte sich erstmals 2006 an Hua Xia beteiligt, trennt sich aber nun im Zuge der Umsetzung ihrer Strategie von der fast 20-prozentigen Beteiligung. Über den Ausstieg war schon länger spekuliert worden. Co-Chef John Cryan erklärte, nun sei der richtige Zeitpunkt gekommen. China bleibe aber auch künftig ein wesentlicher Wachstumsmarkt für das Institut.

Der Verkauf von Hua Xia ist ebenso wie die geplante Abstoßung der deutschen Postbank Teil des Konzernumbaus, mit dem Cryan die Bilanzrisiken von derzeit rund 400 auf knapp über 300 Milliarden Euro reduzieren will.

Quelle: n-tv.de

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