Wirtschaft

Neuaufträge bringen Schwung: Deutsche Dienstleister machen Dampf

Dem deutschen Dienstleistungssektor geht es seit geraumer Zeit gut. Im November erfährt einen weiteren Aufschwung. Es gibt eine wahre Flut bei den Neuaufträgen. In der Eurozone ist der Anstieg nicht so stark wie in Deutschland.

Vor allem Online-Bestellungen sorgen für einen regeren Paketverkehr.
Vor allem Online-Bestellungen sorgen für einen regeren Paketverkehr.(Foto: picture alliance / dpa)

Der stärkste Zustrom von Neuaufträgen seit viereinhalb Jahren hat den deutschen Dienstleistern im November einen ordentlichen Schub verschafft. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicebereich stieg auf 55,6 Punkte von 54,5 im Vormonat, wie das Markit-Institut in einer zweiten Veröffentlichung berichtete. Schon im Rahmen des ersten Ausweises war ein Anstieg auf 55,6 Punkte berichtet worden. Volkswirte hatten eine Bestätigung des ersten Ausweises erwartet. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum.

"Deutschlands Dienstleistungssektor meldete sich im November mit mächtig Dampf zurück", kommentierte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike die Ergebnisse. "Die Geschäftstätigkeit nahm so stark zu wie seit über einem Jahr nicht mehr, und bei den Neuaufträgen wurden einige Unternehmen sogar regelrecht überflutet, so wie zuletzt Mitte 2011."

Der Sammelindex für die Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg im November auf 55,2 Zähler von 54,2 im Vormonat. Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung von rund 1000 Einkaufsleitern und Geschäftsführern aus Industrie und Dienstleistung in Deutschland.

Frankreich fällt aus dem Rahmen

In der Eurozone steigerte die Wirtschaft ihre Dynamik nochmals leicht. Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, stieg laut Markit auf 54,2 Zähler von 53,9 im Vormonat. Beim ersten Ausweis war ein Anstieg auf 54,4 Punkte gemeldet worden. Volkswirte hatten eine Bestätigung dieses Werts erwartet.

"Mit Ausnahme Frankreichs sind die Wachstumsraten durchweg gestiegen", merkte Markit-Chefökonom Chris Williamson an. "Laut aktuellem Sammelindex ist die Eurozone so stark gewachsen wie zuletzt vor viereinhalb Jahren." Demzufolge dürfte die Eurozone-Wirtschaft im vierten Quartal um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegen. Deutschland steuert auf ein Wachstum von 0,5 Prozent zu. Die französischen Dienstleister leiden unter den Pariser Terroranschlägen. Der Einkaufsmanager-Index gab im November um 1,7 auf 51,0 Punkte nach. Besonders Hotels und Restaurants spüren demnach einen Kundenschwund.

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicebereich der Eurozone stieg leicht auf 54,2 Punkte von 54,1 im Vormonat. Die erste Meldung hatte einen Stand von 54,6 ausgewiesen, dessen Bestätigung Ökonomen erwartet hatten.

Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von rund 5000 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Österreich, Irland und Griechenland.

Quelle: n-tv.de

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