Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Harte Konkurrenz in Großbritannien: Deutsche Discounter zetteln Preiskrieg an

Im europäischen Vergleich sind Lebensmittel in Deutschland sehr günstig. Ganz anders in Großbritannien: Die hohen Preise auf der Insel bringen Aldi und Lidl derzeit durch gegenseitiges Unterbieten durcheinander. Für britische Ketten wird das zum Problem.

Die deutschen Discounter Aldi und Lidl leisten sich in Großbritannien einen Preiskampf unter dem die übrigen vier Größen der Branche leiden. Gegenseitig unterbieten die beiden Ketten ihre Angebote und sorgen so für einen regelrechten Preisverfall, wie die britische Tageszeitung "Daily Star" berichtet.

In der Vergangenheit sorgte das dafür, dass zunehmend Kunden der vier großen britischen Supermarktketten Tesco, Asda, Sainsbury's und Morrisons auch bei den deutschen Billig-Ketten einkaufen gingen. Nun reagieren die britischen Unternehmen und versuchen mit teils massiven Preissenkungen, die Kunden zurückzugewinnen. So berichtet das Fachblatt "The Grocer", dass der "eskalierende Preiskrieg zu Preissenkungen bei 41 der 100 größten britischen Lebensmittelmarken" geführt habe.

Branchenkenner warnen nun davor, dass die Hersteller durch den Preiskampf in zunehmende Bedrängnis gerieten und prognostizieren, dass einige Unternehmen den Wettbewerb nicht überstehen werden.

Aldi und Lidl hatten in der Vergangenheit angekündigt, ihr Engagement in Großbritannien massiv zu verstärken. Lebensmittelpreise sind dort im Verhältnis zu deutschen Preisen wesentlich höher. Laut "Daily Star" sparen Verbraucher, die bei Aldi oder Lidl einkaufen gehen, durchschnittlich 30 Prozent im Vergleich zum Einkauf bei britischen Supermarktketten.

Quelle: n-tv.de

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