Wirtschaft
Projekt "AutoNOMOS" (Autonomie- und Fahrassistenzsysteme für Pkw und Lkw) des Forschungsministeriums. Die autonomen Fahrzeuge sollen am Ende ganz ohne Fahrer auskommen.
Projekt "AutoNOMOS" (Autonomie- und Fahrassistenzsysteme für Pkw und Lkw) des Forschungsministeriums. Die autonomen Fahrzeuge sollen am Ende ganz ohne Fahrer auskommen.(Foto: picture alliance / dpa)

Rekord-Ausgaben bei Forschung: Deutsche Firmen klotzen ran

Unternehmen in Deutschland geben im vergangenen Jahr so viel Geld wie nie für Forschung und Entwicklung aus. Insgesamt werden 50,3 Milliarden Euro investiert. Das ist gut für die Beschäftigten. Knapp 350.000 Vollzeitkräfte arbeiten in dem Bereich. Das meiste Geld geben Autohersteller aus.

Deutsche Unternehmen stecken in Europa das meiste Geld in Forschung und Entwicklung. Volkswagen ist einer Studie zufolge Spitzenreiter in der EU, unter den zehn Bestplatzierten sind auch Daimler, Siemens, Bosch und BMW, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. Demnach gab der Wolfsburger VW-Konzern im vergangenen Jahr 7,2 Mrd. Euro für Innovationen aus. Bei Daimler waren es demnach rund 5,6 Mrd. Euro, bei BMW etwa 3,4 Mrd. Euro.

Weltweit gesehen hatte allerdings Volkswagens Konkurrent Toyota die Nase vorn. Die Japaner investierten demnach 2011 fast umgerechnet acht Mrd. Euro in die Forschung. Danach folgen der US-Softwareriese Microsoft - und dann bereits Volkswagen. Von den 1500 Unternehmen der globalen Liste haben laut Kommission 405 ihren Sitz in der EU, darunter 108 in Deutschland. Die Studie zeigt eine zweigeteilte Union: Von den jüngeren EU-Mitgliedern im Osten nehmen nur Polen (vier Firmen), Slowenien und Tschechien (je eine Firma) Plätze in der Liste ein.

Der Autosektor ist in Europa treibende Kraft für die Forschung, analysiert die EU-Kommission. Insgesamt geben die US-Unternehmen demnach aber mehr aus, vor allem dank der zahlreicheren Hightech-Firmen. Daneben seien die Innovationen, gemessen an der Anzahl der Firmen mit hohem Forschungsbudget, weiterhin in Japan konzentriert, weit vor dem wirtschaftlich immer stärker werdenden China.

Forschungsausgaben sorgen für Arbeit: Die Studie beziffert das Stellenwachstum in den Jahren 2003 bis 2011 bei gut 800 ausgewählten Unternehmen auf der Liste auf 22,3 Prozent. Auch mit Blick darauf nutzte die EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn die Studie, um für mehr staatliche Forschungsförderung zu werben. Die privaten Ausgaben müssten durch die öffentliche Hand ergänzt werden, sagte sie mit Blick auf die Verhandlungen über die mittelfristige Finanzplanung der EU bis 2020.

Quelle: n-tv.de

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