Wirtschaft
Produktion von Karossen des neuen Porsche Macan in Leipzig.
Produktion von Karossen des neuen Porsche Macan in Leipzig.(Foto: picture alliance / dpa)

PMI-Index leicht rückläufig: Deutsche Industrie hat Wachstumsdelle

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die deutsche Industrie verzeichnet im Juni den niedrigsten Stand seit acht Monaten. Grund ist eine nachlassende Auftragsdynamik. Auch mit dem Index für die Eurozone geht es abwärts.

Das Wachstum des Industriesektors in Deutschland hat sich im Juni weiter verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie sank auf 52,0 Punkte von 52,3 im Vormonat, wie der Datendienstleisters Markit bei einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit acht Monaten.

Im Zuge des ersten Ausweises war ein minimaler Indexanstieg auf 52,4 Punkte berichtet worden. Volkswirte hatten im Mittel mit einer Bestätigung des ersten Ausweises gerechnet. Ein Indexstand unter 50 signalisiert eine Kontraktion des Sektors, ein Indexstand darüber eine Expansion.

"Nachdem die Unternehmen zu Jahresanfang noch starke Zuwächse bei Produktion und Auftragseingängen hatten verbuchen können, mussten sie ihre Fertigung jüngst an die nachlassende Auftragsdynamik anpassen. Damit legte auch das Produktionsniveau schwächer zu als in den Vormonaten", erklärten die Markit-Experten. "Auch der Exportanstieg flachte merklich ab, er nahm sich nur noch marginal aus."

Index für Eurozone rückläufig

In der Eurozone geht der Industrie zum Sommeranfang leicht die Puste aus. Der Einkaufsmanager für den Sektor sank im Juni um 0,4 auf 51,8 Punkte. Das Barometer fiel auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten. Es blieb aber über der Marke von 50 Zählern und signalisiert somit weiter Wachstum.

"Die Umfrageergebnisse werden Bedenken auslösen, dass der Aufwärtstrend der Euro-Zone an Kraft verliert", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Während die Geschäfte in Irland und Spanien deutlicher besser liefen als zuletzt, schwächelten die Unternehmen in Frankreich. Sie strichen deshalb zum dritten Mal in Folge Jobs, während die Industrie im Euroraum insgesamt Stellen aufbaute.

Quelle: n-tv.de

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