Wirtschaft
Umschlag von VW-Fahrzeugen am Hafen von Emden.
Umschlag von VW-Fahrzeugen am Hafen von Emden.(Foto: dapd)

Äußere Impulse fehlen : Deutsche Konjunktur schwächelt

Die Euro-Krise wird nach Lage der Dinge das deutsche Wachstum im Winterhalbjahr stark beeinträchtigen. Vor allem die stark gesunkene Nachfrage in Italien, Portugal und Spanien macht der Exportwirtschaft zu schaffen.

Die Bundesregierung erwartet eine Wachstumsdelle im Winterhalbjahr. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" mit Bezug auf eine Analyse des Wirtschaftsministeriums. Außenwirtschaftliche Impulse dürften demnach in den kommenden Monaten ausbleiben. Die insgesamt schwächere Konjunktur mache sich zunehmend am Arbeitsmarkt bemerkbar. Spürbare Zuwächse der Beschäftigung seien vorerst kaum zu erwarten.

Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts für das Blatt zeigten zudem, dass die Deutsche Exporte brechen ein in die Eurozone im Gesamtjahr 2012 erstmals seit der Lehman-Rezession nominal sinken werden. Die Forscher rechnen mit einem Minus von 2,1 Prozent. "Die dramatisch wegbrechende Nachfrage in wichtige Exportländer wie Italien, Spanien und Portugal kann nicht kompensiert werden", sagte Ifo-Forscher Steffen Elstner.

Noch immer ist die Eurozone der wichtigste Absatzmarkt für Deutschland. Laut FTD zeigen die Ifo-Berechnungen allerdings, dass ihr Gewicht infolge der Nachfrageausfälle abnimmt. So dürfte der Anteil der  Exporte in die Währungszone von gut 43 Prozent im Jahr 2009 auf voraussichtlich 37 Prozent im Jahr 2012 fallen.

Derweil dürften die Exporte in die Nicht-Eurozone laut Ifo um 8,1 Prozent zulegen, so dass die Ausfuhrfirmen insgesamt ein Plus von 4,1 Prozent im Gesamtjahr 2012 verbuchen dürften.

Quelle: n-tv.de

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