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Bundesbank ist zuversichtlich: Deutsche Wirtschaft kommt auf Touren

Im Sommer hält sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft in Grenzen. Dafür soll es im Winter deutlich aufwärts gehen. In den Worten der Bundesbank-Ökonomen heißt das, es deutet sich "eine Verstärkung der konjunkturellen Tendenz" an. Und das hat Gründe.

Zum Jahresende noch etwas Großes vor: die deutsche Wirtschaft.
Zum Jahresende noch etwas Großes vor: die deutsche Wirtschaft.(Foto: picture alliance / dpa)

Die deutsche Wirtschaft startet in den kommenden Monaten durch. Diese Meinung vertritt die Bundesbank und verweist auf ausgabenfreudigere Verbraucher. Für das Winterhalbjahr deute sich "eine Verstärkung der konjunkturellen Tendenz" an, hieß es im aktuelleen Monatsbericht. Hierfür sprächen die nach wie vor sehr günstigen Rahmenbedingungen für den privaten Konsum.

"So ist die Anschaffungsneigung ausgesprochen hoch. Außerdem steigt in der Grundtendenz die Kaufkraft der privaten Haushalte weiter." Der Stillstand bei den Reallöhnen im zweiten Vierteljahr sei als vorübergehend einzustufen. Bei den Unternehmensinvestitionen fehlten bisher jedoch Hinweise für eine spürbare Belebung.

Die Umfrage des DIHK unter 28.000 Unternehmen ergab dagegen, dass branchenübergreifend ein Großteil der Unternehmen mehr oder zumindest gleichviel investieren will wie bisher. Als Grund nennt der DIHK  die weiter aufgehellten "Absatzchancen für In- und Ausland".

Weitere Belebung des Geschäftsklimas erwartet

Im Sommer dürfte die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Bundesbank-Volkswirte nicht mehr so stark gewachsen sein wie im Frühjahr. Damals hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,7 Prozent zugelegt. Ökonomen veranschlagen für das Sommerquartal ein Plus von 0,3 Prozent und erwarten für die beiden Folge-Quartale jeweils plus 0,4 Prozent.

Nach Ansicht der Bundesbank dürfte insbesondere die Bauwirtschaft und die Industrie im Sommer ein verhaltenes Expansionstempo angeschlagen haben. Für eine Belebung im Winter sprächen aber der Auftragseingang der Industrie sowie die vom Ifo-Institut gemessenen Geschäftserwartungen. Für die am Freitag anstehenden Ifo-Daten für Oktober wird ein weiterer leichter Anstieg des Geschäftsklimas erwartet, wobei sowohl die Einschätzung der Lage als auch die Geschäftserwartungen zulegen dürften.

Quelle: n-tv.de

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