Wirtschaft
Eine neue Studie fragt nach der Zufriedenheit mit der eigenen Arbeitssituation: Für fast die Hälfte aller Befragten bleibt der ideale Job Wunschdenken.
Eine neue Studie fragt nach der Zufriedenheit mit der eigenen Arbeitssituation: Für fast die Hälfte aller Befragten bleibt der ideale Job Wunschdenken.(Foto: picture alliance / dpa)

Nur jeder Fünfte ist zufrieden: Deutsche hadern mit ihrer Arbeitssituation

Wie sieht er aus, der ideale Job? Laut einer Studie sehen 45 Prozent der Deutschen ihre eigene Arbeitssituation weit davon entfernt. Immer mehr Menschen brauchen zudem einen Nebenerwerb, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Viele Arbeitnehmer sind mit der eigenen Arbeitssituation unzufrieden. Das geht aus einer vom Bundesarbeitsministerium geförderten Studie hervor, die in Berlin vorgestellt werden soll.

Nur für knapp ein Fünftel der Befragten entspricht die eigene Arbeitssituation demnach in etwa dem persönlichen Idealbild von Arbeit. 45 Prozent der Befragten sehen die eigene Arbeitssituation dagegen weit davon entfernt. In den Augen der Befragten hat sich seit den 90er Jahren die reale Arbeitswelt immer weiter vom Ideal des Wünschenswerten entfernt.

Konferenz berät über Zukunft

Die Studie wird auf einer Konferenz unter dem Motto "Arbeit 4.0" zur Zukunft der Arbeit vorgestellt werden, auf der auch Ministerin Andrea Nahles spricht. Die SPD-Politikerin will eine Zwischenbilanz vorlegen zu dem bereits seit Monaten andauernden Projekt. Dabei werden Chancen und Risiken von Veränderungen der Arbeitswelt ausgelotet. Geändert hat sich unter anderem die Bedeutung von Zweitjobs.

Innerhalb von neun Jahren (2006 bis 2015) stieg die Zahl derer, die im Nebenjob einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, um 52 Prozent: von 1,63 auf 2,48 Millionen, wie die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag schrieb.

Die Gesamtzahl der Minijobs ist demnach zwar nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes im vergangenen Jahr gesunken. Die Zahl der Minijobber im Nebenerwerb ist bis Juni 2015 aber weiter gestiegen.

Quelle: n-tv.de

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