Wirtschaft

Eurokrise schlägt durch: Deutscher Außenhandel leidet

Der Monat November ist für den deutschen Außenhandel kein guter. Exporte und Importe gehen im Vergleich zum Oktober um mehr als drei Prozent zurück. Als besonders hinderlich erweist sich dabei die europäische Schuldenkrise.

Lastkraftwagen werden am Container Terminal Altenwerder des Hamburger Hafens beladen.
Lastkraftwagen werden am Container Terminal Altenwerder des Hamburger Hafens beladen.(Foto: picture alliance / dpa)

Der deutsche Außenhandel hat im November die Eurokrise und die allgemein schwache Lage der Weltwirtschaft zu spüren bekommen. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen fielen kalender- und saisonbereinigt um 3,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, der stärkste Rückgang seit über einem Jahr. Die Importe gingen um 3,7 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden meldete. Binnen Jahresfrist stagnierten die Ausfuhren damit, während die Einfuhren um 1,2 Prozent niedriger lagen.

Im November wurden von Deutschland Waren im Wert von 94,1 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 77,1 Milliarden Euro eingeführt. Die Außenhandelsbilanz schloss daher mit einem Überschuss von 17,0 Milliarden Euro ab. Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 15,1 Milliarden Euro gerechnet. Kalender- und saisonbereinigt belief sich der Handelsbilanzüberschuss auf 14,6 Milliarden Euro.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (minus 0,2 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (plus 4,7 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (minus 3,2 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (minus 2,9 Milliarden Euro) schloss - nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank - die Leistungsbilanz mit einem Überschuss von 15,3 Milliarden Euro ab. Volkswirte hatten einen Aktivsaldo von 16,0 Milliarden Euro vorhergesagt.

Handel mit Eurozonen-Ländern geht zurück

Die Ausfuhren in die Mitgliedsstaaten der Eurozone brachen im November um 5,7 Prozent auf Jahressicht ein, in die Gesamtheit der EU-Länder fielen sie um 4,0 Prozent. Die Exporte in die übrige Welt stiegen hingegen um 5,6 Prozent.

Die Schuldenkrise und die Sparprogramme insbesondere in südeuropäischen Ländern haben die Nachfrage nach deutschen Exportprodukten wie Automobile, Maschinen und Chemieerzeugnisse in den Krisenländern empfindlich gedrückt.

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Quelle: n-tv.de

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