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Exporte in EU wachsen deutlich: Deutscher Außenhandel schwächelt

Die schwache Konjunktur in vielen Regionen der Welt macht der deutschen Exportwirtschaft zu schaffen. Um statistische Effekte bereinigt gehen die Ausfuhren im Oktober weiter zurück. Ein Lichtblick ist allerdings der europäische Markt.

Die flaue Weltkonjunktur lastet auf den deutschen Exportgeschäften. Vor allem das langsamere Wachstum in wichtigen Schwellenländern wie China und Brasilien bremst die Dynamik. Im Oktober sanken die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 99,0 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 3,3 Prozent höher.

Die Importe fielen im Oktober um 3,4 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 78,3 Milliarden Euro. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 3,0 Prozent. Für Oktober ergab sich kalender- und saisonbereinigt ein Außenhandelsüberschuss von 20,8 Milliarden Euro.

Besonders träge lief das Exportgeschäft mit Ländern außerhalb der EU, den sogenannten Drittstaaten, zu denen etwa China, Russland, Brasilien und auch die USA zählen. Die Ausfuhren in diese Länder lagen im Oktober um 0,9 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Billionen-Schwelle erreicht

Dagegen wuchsen die Exporte in die EU-Länder recht ordentlich. Die Ausfuhren in die Eurozone kletterten um 5,8 Prozent. Das Exportgeschäft mit EU-Ländern, die nicht der Eurozone angehören, wie Großbritannien und Polen, legte sogar um 7,4 Prozent zu.

Die von Januar bis Oktober exportierten Waren haben einen Gesamtwert von 1,001 Billion Euro, wie die Statistiker weiter mitteilten. In den zurückliegenden Jahren war die Billionen-Schwelle deutlich später erreicht worden - 2014 im November und 2013 im Dezember.

Quelle: n-tv.de

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