Wirtschaft
Auf dem Containerterminal Altenwerder der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA).
Auf dem Containerterminal Altenwerder der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA).(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz Krise in Eurozone: Deutscher Export boomt

Die Exportwirtschaft der Bundesrepublik verzeichnet im März einen neuen Rekord. Das Ergebnis ist bemerkenswert, weil sich die Ausfuhren in Länder der EU und der Eurozone verringern. Dafür steigt das Volumen der Ausfuhren in Nicht-EU-Länder stark.

Trotz sinkender Nachfrage aus den Partnerländern des Euroraums sind die deutschen Ausfuhren im März auf ein Rekordniveau gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt legten die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat 0,7 Prozent zu und erreichten mit 98,9 Milliarden Euro den höchsten bisher gemessenen Wert. Die Einfuhren legten auf Jahressicht 2,6 Prozent zu und verzeichneten mit 81,5 Milliarden Euro ebenfalls einen Rekordwert. Die bisherigen Höchstwerte waren jeweils im März 2011 ausgewiesen worden.

Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber Februar um 0,9 Prozent und die Einfuhren um 1,2 Prozent zu. Im Februar hatte der Zuwachs im Monatsvergleich noch 1,5 Prozent beziehungsweise 3,6 Prozent betragen. Saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im März bei 13,7 Milliarden Euro. Analysten hatten einen Überschuss von 14,3 Milliarden Euro erwartet.

Unbereinigt schloss die deutsche Handelsbilanz im März mit einem Überschuss von 17,4 Milliarden Euro. Im Vorjahresmonat hatte der positive Saldo 18,8 Milliarden Euro betragen. Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (plus 1,3 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (plus 5,7 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (minus 3,5 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (minus 1,2 Milliarden Euro) schloss - nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank - die Leistungsbilanz im März 2012 mit einem Überschuss von 19,8 Milliarden Euro ab. Im März 2011 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 21,3 Milliarden Euro ausgewiesen.

Die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten sanken im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8 Prozent auf 57,0 Milliarden Euro. Dagegen stiegen die Einfuhren aus der EU im Jahresvergleich um 2,1 Prozent auf 52,4 Milliarden Euro. Die Exporte in die Länder der Eurozone fielen um 3,6 Prozent auf 38,1 Milliarden Euro, während die Importe aus der Eurozone um 2,3 Prozent auf 37,0 Milliarden Euro zunahmen. In Drittländer wurden Waren im Wert von 41,9 Milliarden Euro exportiert, das waren 6,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Importe aus Ländern außerhalb der EU nahmen um 3,5 Prozent auf 29,1 Milliarden Euro zu.

Quelle: n-tv.de

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