Wirtschaft
Containerschiff am Hamburger Hafen: Trotz eines Rückgangs der Exporte steht am Ende ein Rekord in der deutschen Handelsbilanz.
Containerschiff am Hamburger Hafen: Trotz eines Rückgangs der Exporte steht am Ende ein Rekord in der deutschen Handelsbilanz.(Foto: picture alliance / dpa)

Schwache Ausfuhren, schwache Einfuhren: Deutscher Export fällt auf Krisenniveau

Zum Jahresende geht der deutschen Exportwirtschaft die Puste aus. Die Ausfuhren fallen vergleichsweise deutlich. Über das Gesamtjahr gesehen, steht ebenfalls ein Minus. Dennoch bleibt ein Rekord.

Deutschlands Exportwirtschaft hat zum Jahresende 2013 einen Rückschlag erlitten. Erstmals seit dem Rezessionsjahr 2009 gingen zudem die Ausfuhren im Gesamtjahr zurück. Insgesamt verkauften die Firmen Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 1,1 Billionen Euro ins Ausland, das sind 0,2 Prozent weniger als 2012, wie die Statistiker mitteilten. Vergleichsweise schwach lief das Geschäft mit den anderen Ländern in der Eurozone, aber auch Staaten außerhalb Europas kauften weniger Produkte "Made in Germany". Viele Firmen senkten angesichts der schwächeren Nachfrage die Preise. Für das laufende Jahr peilt der Exportverband BGA aber wieder ein Wachstum von etwa drei Prozent an.

Weil 2013 die Einfuhren noch stärker als die Exporte sanken, schaffte Deutschland einen Handelsüberschuss von 198,9 Milliarden Euro. "Das war der höchste Wert seit Erhebung der Außenhandelsstatistik", so die Statistiker.

Unerwartet schwacher Jahresabschluss

Die Ausfuhren sanken den Angaben zufolge im Dezember verglichen mit dem Vormonat um 0,9 Prozent. Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet. Noch im November hatten die Exporteure 0,7 Prozent mehr ins Ausland verkauft.

Die deutschen Importe sanken im Dezember verglichen mit dem Vormonat um 0,6 Prozent, während Analysten einen Anstieg um 1,2 Prozent vorhergesagt hatten. Der Außenhandelsüberschuss lag kalender- und saisonbereinigt bei 18,5 Milliarden Euro und damit höher als erwartet.

Die Leistungsbilanz schloss im Dezember - nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank - mit einem Überschuss von 23,5 Milliarden Euro. Ökonomen hatten einen Aktivsaldo von lediglich 21,8 Milliarden Euro erwartet. Im November hatte die Leistungsbilanz einen Überschuss von revidiert 23,3 Milliarden und im Vorjahresmonat ein Plus von 20,4 Milliarden Euro verzeichnet.

Quelle: n-tv.de

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