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Opel setzt Duftmarke: Deutscher Pkw-Markt boomt

Deutsche Autokäufer greifen immer häufiger zu Neuwagen. Im abgelaufenen Monat klettern die Neuzulassungen deutlich. Einheimische Hersteller profitieren - auch VW.

Wie der US-Markt hat auch der deutsche Automarkt im Februar mit einem deutlichen Plus abgeschnitten. Insgesamt wurden 250.302 Pkw und damit rund 12,1 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist zugelassen, teilte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) mit. Im Januar waren die Neuzulassungen um gut 3 Prozent gewachsen.

Als Grund für den starken Zuwachs sehen Experten hohe Rabatte der Hersteller und Händler sowie das billige Benzin und die robuste Konjunktur. Außerdem hatte der Februar einen Arbeitstag mehr. Im Januar und Februar zusammen kletterten die Neuzulassungen laut KBA um rund acht Prozent auf rund 468.700 Fahrzeuge.

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Nach Berechungen der Unternehmensberatung EY waren die Neuzulassungen im Februar so hoch wie seit 2009 nicht mehr, dem Jahr der Abwrackprämie. Das gute Konsumklima befeuere die Nachfrage. "Die Bereitschaft, auch große Anschaffungen zu tätigen, ist hoch - zumal Sparen nicht lohnt", sagte EY-Experte Peter Fuß.

Opel stark

Die deutschen Marken verzeichneten dem KBA zufolge überwiegend Zuwächse. Die Verkäufe von Opel legten um 28 Prozent, Mercedes um 23 Prozent und Audi um 15 Prozent zu. Bei der Marke Volkswagen ging es trotz des Abgasskandals in den USA immerhin noch um 4,3 Prozent nach oben.

Volkswagen stellte mit 20,9 Prozent den größten Anteil an den Neuzulassungen insgesamt. Mini und Smart zeigten sich mit 7 Prozent und 2 Prozent schwächer als im Vorjahresmonat.

Peugeot verkaufte 14,7 Prozent mehr von seinen Fahrzeugen, Renault steigerte sich um rund 22 Prozent. Auch Toyota wuchs. 

Aufwind in Europa

Weiteres Wachstum ist zudem absehbar. Auf dem Heimatkontinent gebe es "immer noch Erholungspotenzial", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Die Stückzahlen in Europa hätten noch nicht das Niveau von vor der Finanzkrise erreicht. "Für uns selbst glauben wir, dass wir deutliches Wachstumspotenzial in Europa haben."

Nach dem Abgas-Skandal von Volkswagen sahen weder der Daimler-Chef noch BMW-Boss Harald Krüger einen Absatz-Dämpfer bei Diesel-Fahrzeugen. Krüger sagte, es gebe "keinerlei Veränderung" des Kaufverhaltens, "weil der Kunde die Effizienz des Diesel-Motors schätzt". Auch VW-Chef Matthias Müller rechnet mit einer raschen Absatzerholung.

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Quelle: n-tv.de

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