Wirtschaft
Barrikade im ostukrainischen Lugansk.
Barrikade im ostukrainischen Lugansk.(Foto: dpa)

Eskalation der Ukraine-Krise: Deutsches Wachstum wäre betroffen

Sinkende deutsche Exporte nach Russland, ein höherer Ölpreis und Währungsturbulenzen: Experten zufolge wird die deutsche Wirtschaft bei einer Verschärfung der Lage in der Ukraine stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die Folgen einer Eskalation der Lage in der Ukraine könnten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker treffen als bisher vermutet. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), über die das "Manager Magazin" berichtet.

Demnach würde bereits ein vergleichsweise moderater Rückgang der Exporte, kombiniert mit einer krisenbedingten Verteuerung des Ölpreises, ausreichen, um das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im laufenden Jahr zu halbieren.

Die IfW-Experten gingen für ihre Analyse von folgenden Annahmen aus: Die deutschen Exporte nach Russland sinken durch die Krim-Krise um 10 Prozent. Auch die Ausfuhren nach Brasilien und Indien gehen in Folge der Währungsturbulenzen um jeweils 5 Prozent zurück. Der chinesische Renminbi wird um 5 Prozent abgewertet, um die chinesischen Exporte zu stützen. Und der Ölpreis verteuert sich durch die Reduzierung der russischen Energielieferungen um 20 Dollar pro Barrel.

Diese Krisenfolgen würden das Wachstum des deutschen BIP im Jahr 2014 von bisher erwarteten 1,9 Prozent auf nur noch 1,0 Prozent abwürgen. Das Wachstum der gesamten deutschen Exporte würde sich von 7,2 Prozent auf 3,6 Prozent halbieren. Und die Zahl der Arbeitslosen würde sogar wieder die Drei-Millionen-Grenze überschreiten (bisherige Prognose für 2014: 2,9 Millionen).

Quelle: n-tv.de

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