Wirtschaft

Bund-Etatlage entspannt sich: Deutschland baut Schulden ab

Die gute Konjunktur wirkt entlastend auf die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden. Der Bund und einige Länder können ihren Schuldenstand verringern. Dagegen wächst die Verschuldung der Gemeinden.

(Foto: imago/Schöning)

Zum Ende des vierten Quartals 2015 waren Bund, Länder und Gemeinden einschließlich aller Kern- und Extrahaushalte in Deutschland mit 2,026 Billionen Euro verschuldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte, sank der Schuldenstand gegenüber dem Ende des vierten Quartals 2014 um 1,1 Prozent beziehungsweise 22,7 Milliarden Euro.

Die Schulden des Bundes verringerten sich um 1,8 Prozent beziehungsweise 23,7 Milliarden Euro auf 1,263 Billionen Euro. Bei den Ländern gab es einen Rückgang um 0,7 Prozent oder 4,3 Milliarden Euro auf 617,6 Milliarden Euro.

Der Schuldenstand entwickelte sich in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich: Die prozentual höchsten Rückgänge gegenüber dem Vorjahresquartal gab es in Bayern (minus 9,8 Prozent), Baden-Württemberg (minus 7,0 Prozent) und in Sachsen (minus 6,4 Prozent). Bei den Flächenländern sind die Schuldenstände in Niedersachsen (plus 6,4 Prozent), Saarland (plus 1,4 Prozent), Rheinland-Pfalz (plus 0,8 Prozent) und Hessen (plus 0,3 Prozent) angestiegen.

Die Verschuldung der Gemeinden stieg um 3,8 Prozent beziehungsweise 5,3 Milliarden Euro auf 145,0 Milliarden Euro. Die prozentual höchsten Zuwächse der Schulden wurden für die Kommunen in Sachsen (plus 13,9 Prozent), Baden-Württemberg (plus 10,5 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (plus 5,1 Prozent) registriert. In Thüringen (minus 4,6 Prozent), Sachsen-Anhalt (minus 1,8 Prozent) und Brandenburg (minus 1,5 Prozent) waren die Schuldenstände geringer als im Vorjahresquartal.

Quelle: n-tv.de

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