Wirtschaft
Die Geschäfte ziehen wieder an. Vor allem die Ausfuhr in  EU-Länder, die nicht Teil der Euro-Zone sind, begründen die positive Bilanz.
Die Geschäfte ziehen wieder an. Vor allem die Ausfuhr in EU-Länder, die nicht Teil der Euro-Zone sind, begründen die positive Bilanz.(Foto: picture alliance / dpa)

Auslandsgeschäfte steigen deutlich: Deutschland klopft Export-Delle aus

Die deutschen Ausfuhren erholen sich von ihrem jüngsten Dämpfer. Die Steigerung der Exporte übertrifft die Erwartungen, vor allem der Handel in der Eurozone überzeugt. Allerdings legen auch die Importe deutlich zu.

Deutschlands Unternehmen haben ihre Ausfuhren ins Ausland im Juni gesteigert. Sie exportierten Waren im Wert von 93,4 Milliarden Euro, ein Anstieg gegenüber dem Juni des Vorjahres um 1,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Exporte um 0,9 Prozent.

Damit haben die Exporteure ihre Geschäfte stärker gesteigert als erwartet und sich von ihrem jüngsten Dämpfer erholt. Im Mai hatte es einen Rückgang von 1,1 Prozent gegeben. Ökonomen hatten nun mit einem kalender- und saisonbereinigten Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

Höchster Import-Zuwachs seit 2010

Die Exporte in EU-Länder, die nicht Teil der Eurozone sind, stiegen mit 7,1 Prozent am stärksten. Die Ausfuhren in die Eurozone hingegen legten mit 0,3 Prozent kaum zu. Die Exporte außerhalb der EU - etwa in den USA, aber auch in große Schwellenländer wie China und Russland - sanken um 0,9 Prozent.

Von Januar bis Juni lagen die Exporte um 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Branchenverband BGA rechnet im Gesamtjahr mit drei Prozent Wachstum, nachdem die Ausfuhren 2013 noch leicht geschrumpft waren.

Die Importe stiegen im Juni um 4,5 Prozent zum Vormonat und damit so stark wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Analysten hatten hier nur mit einem Plus von 1,7 Prozent gerechnet. Zuvor waren die Importe im Mai allerdings so kräftig gesunken wie seit November 2012 nicht mehr. Der Handelsüberschuss - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - lag saison- und kalenderbereinigt bei 16,2 Milliarden Euro und fiel damit geringer aus als erwartet. Importiert wurden Waren im Gesamtwert von 77 Milliarden Euro.

Quelle: n-tv.de

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