Wirtschaft
Auch für dieses Jahr wird ein ordentliches Wachstum erwartet.
Auch für dieses Jahr wird ein ordentliches Wachstum erwartet.(Foto: picture alliance / dpa)

Konjunkturlok unter Dampf: Deutschlands Wirtschaft trotzt Krisen

Trotz vieler internationaler Krisen wächst die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr so stark wie seit 2011 nicht mehr. Zudem schreibt der deutsche Staat schwarze Zahlen. Die Regierung wird hinsichtlich der Wachstumsprognose für 2015 mutiger.

Trotz vieler internationaler Krisen ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie seit 2011 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2013 hatte es nur ein Plus von 0,1 Prozent gegeben, 2012 betrug das Wachstum 0,4 Prozent.

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Dank des Beschäftigungsrekords und steigender Löhne sorgten vor allem die Verbraucher für Impulse. Ihr Konsum erhöhte sich um 1,1 Prozent. Die Exporte legten um 3,7 Prozent zu. Trotz der großen Unsicherheit über die Konjunkturentwicklung wagten die Firmen wieder mehr Investitionen. Die Ausgaben für Maschinen und Anlagen stiegen um 3,7 Prozent, nach einem Rückgang von 2,4 Prozent im Jahr davor.

Für das laufende Jahr sagen die meisten Ökonomen ein Wirtschaftswachstum von gut einem Prozent voraus. Wegen des gesunkenen Ölpreises und des niedrigen Euro könnte es aber auch besser laufen. Als Risiken gelten vor allem die internationalen Krisen, etwa in der Ukraine, oder eine schwache Erholung des Euro-Raums.

Die Bundesregierung wird ihre Wachstumsprognose für 2015 nach Angaben aus Berliner Koalitionskreisen anheben. In der Regierung werde über 1,5 Prozent diskutiert, hieß es. In der geltenden Prognose, die die Regierung im Rahmen des neuen Jahreswirtschaftsberichts am 28. Januar aktualisieren will, ist noch von 1,3 Prozent Wachstum die Rede.

Staat schafft Überschuss

Indes hat der deutsche Staat 2014 das dritte Jahr in Folge schwarze Zahlen geschrieben. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen 11,9 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Die Summe entspricht einem Überschuss von 0,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, teilte das Statistische Bundesamt mit. In den beiden Vorjahren hatte es jeweils einen Überschuss von 0,1 Prozent gegeben.

Grund für die positiven Zahlen sind vor allem die Rekordbeschäftigung und steigende Löhne. Das spülte höhere Steuer- und Beitragseinnahmen in die Staatskassen. Rekordtiefe Zinsen sparten außerdem vielen Milliarden an Kosten. Dadurch kam etwa der Bund erstmals seit 1969 ohne neue Schulden aus.

Quelle: n-tv.de

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